Konficup und Jugendcup – Ein völkerverbindendes Derby

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Von Konfirmandenpfarrer Heiko Örtel
Steinbach-Hallenberg. Am Freitag, den 26. Februar, fand in der Haseltalhalle der „Konfi-Cup“, das diesjährige Fußballturnier der Konfirmandengruppen aus dem Kirchenkreis Schmalkalden, statt. Dieser Wettbewerb soll, bei allem Ringen um Tore und Punkte, vor allem den Spaß am Spiel in den Vordergrund stellen. Außerdem gelingt den Jugendlichen durch das gemeinsame Treffen ein zwangloser Blick über den Tellerrand der eigenen Gemeinde, dass es viele weitere Konfirmanden in der Region gibt. Neben rund 100 Spielerinnen und Spielern hatten einige Teams auch Fans dabei, Gleichaltrige genauso wie ältere Jugendliche, Eltern und natürlich die Ortspfarrer. Das Finale bestritten die Mannschaften Steinbach-Hallenberg 1 und 2, sodass der Siegerort schon vor dem letzten Spiel feststand. Damit wird Steinbach-Hallenberg den Kirchenkreis beim Turnier der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am 10. September im hessischen Steinatal vertreten.

Die Jugendmitarbeiter und Helfer hatten, in bewährter Weise mit den Verantwortlichen in der Haseltalhalle, fast schon alles vorbereitet, als die ersten Fußballer aus Steinbach-Hallenberg bereits gegen 16.00 Uhr eintrafen – obwohl das Turnier erst für 17.00 Uhr angesetzt war. Ob sich darin schon die enorme Motivation der Lokalmatadore zeigte, die dann auch ins Finale einziehen sollten? Als die Busse mit den Konfirmanden aus den weiter entfernten Orten eintrafen und alle in der Haseltalhalle spielbereit versammelt waren, begrüßten Kreisjugendpfarrer Dietmar Hauser und der Konfirmandenbeauftragte Pfarrer Heiko Oertel die Teilnehmer, bei denen von Barchfeld bis Oberschönau, von Brotterode bis Springstille fast sämtliche Kirchengemeinden vertreten waren. Von ursprünglich gemeldeten 16 Teams waren dann 15 spielfähig, aufgrund kurzfristiger Erkrankungen musste an manchen Stellen umorganisiert werden. Dies lag vor allem daran, dass bei diesem Turnier bei jeder Mannschaft (4 Feldspieler + Torwart) immer mindestens ein Mädchen auf dem Feld sein muss (und von Mädchen erzielte Tore dann doppelt zählen). Brotterode konnte diese Bedingung nicht erfüllen, bekam aber schnell eine gemeinsame und funktionierende Mannschaft mit Trusetal zustande. Schon hier zeigt sich, dass der Fußball manchmal völkerverbindender ist, als es Politik oder Gesellschaft gelingt. Umso mehr galt das für die Integration der Mannschaft, die beim Turnier Kleinschmalkalden vertrat. Sie bestand nicht aus Konfirmanden, sondern aus gleichaltrigen Jungen, die zurzeit als Asylbewerber in Kleinschmalkalden leben.
Da auch sie ohne Mädchen angereist waren, wurden sie kurzerhand von der reinen Mädchenmannschaft aus Springstille „adoptiert“, sodass sich dann wechselseitig ausgeholfen werden konnte.

Zuerst wurde in 2 Gruppen gespielt, wobei jedes Team 2-3 Spiele absolvieren musste. Dazu war die Haseltalhalle in 3 Spielfelder aufgeteilt. Die Begegnungen dauerten jeweils 8 Minuten und fanden sämtlich bei bester Stimmung und ohne größere Verletzungen statt. Die für Notfälle anwesende Truppe des DRK Brotterode-Trusetal hatte darum fast nichts zu tun.

Nach der Gruppenphase trafen die beiden Zweitplatzierten im Spiel um den dritten Platz aufeinander. Hier DSC06829 (1024x682)lieferten sich die Teams aus Fambach und Floh-Struth 2 ein packendes Match, das nach der regulären Spielzeit 3:3 endete. Im Elfmeterschießen gewann dann Fambach. Das ebenfalls umkämpfte Final-Derby fiel dann deutlich zugunsten der Mannschaft Steinbach-Hallenberg 1 aus. Die Siegerehrung mit Pokalübergabe nahm Dekan Ralf Gebauer vor, der nicht nur die drei Podestplätze ehrte, sondern auch der Mannschaft Seligenthal 1 einen Trostpreis für den 15.Platz beim Konfi-Cup überreichte. Als die Konfirmandinnen und Konfirmanden um 20.00 Uhr die Heimreise antraten, folgte in der Haseltalhalle der Jugend-Cup des Kirchenkreises, an dem acht Mannschaften teilnahmen.

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