Krippenspiele

Ingeborg Heidenreich

Ingeborg Heidenreich

Bülstringen – Maria und Josef auf der Flucht

20 Jahre nach dem Mauerfall

L i e d: 43,1-3 „Ihr Kinderlein kommet“

Lektor: Lk 2,1-3 Es begab sich aber…

(Maria und Josef  ziehen ein und wandern zur Krippe)

Szene 1: Maria und Josef an der Krippe

Lk 2,4-7 Da machte sich auf auch Josef

sonst keinen Raum in der Herberge.

L i e d: 27,1-3+6 Lobt Gott ihr Christen

(Ein rot-weißes Flatterband wird halb-schräg vor der Krippe aufgebaut, Maria und Josef brechen auf von der Krippe)

Szene 2:  Maria und Josef am Zoll

Maria: Der Weg ist so weit, gibt es hier denn keine Herberge?

Zöllner: Halt, stehenbleiben, können Sie sich ausweisen?

Maria: Wir sind arme Leute und haben keine Papiere.

Josef: Wo sind wir hier überhaupt?

Zöllner: Sie sind hier an der Grenze bei Bethlehem. Ohne Papiere kommt hier niemand durch.

Maria: Aber wir brauchen ein Quartier für unser Kind.

Zöllner: Wer sind Sie denn?

Josef: Ich bin Josef, der Zimmermann und das ist meine Frau Maria.

Wir müssen fliehen, weil der König Herodes ihr Kind töten will.

Zöllner: Habt ihr irgendetwas gegen unseren hochverehrten König gesagt?

„ihr Kind töten“ – ist es nicht auch dein Kind?

Josef: Sagen wir so, Gott selber ist sein Vater!

Zöllner: Jetzt aber Schluss.

Also, ohne Papiere kommt Ihr hier nicht durch. Oder habt ihr Beziehungen nach oben, dann ließe sich vielleicht etwas machen.

Maria: Ja, nach ganz oben! Ganz oben im Himmel.

Zöllner: Der hat hier nichts zu sagen.
Ich muss rüber, da kommt jemand von der anderen Seite.

I n s t r u m e n t a l m u s i k

Szene 3: Könige am Zoll

(Könige ziehen ein, wandern umher, schauen durch ihr Fernrohr und in ihre Heilige Schrift)

Lektor:  Mt2,1 -9 Als Jesus geboren war

König1: Wir suchen das Kind. Wir kommen vom Palast des Herodes, da ist es nicht.

König2: Ich sehe einen hellen Schein!

Er zeigt uns den Weg!

Zöllner: Das ist unser Scheinwerfer, damit hier keiner durchkommt!

Zöllner: Wer sind Sie?

König1: Wir sind Könige aus dem Morgenland!

Zöllner: Können Sie sich ausweisen?

König2 (zeigt eine Schriftrolle): Lest selber, was geschrieben steht.

Zöllner: Sie müssen sich registrieren lassen! Wo ist denn das Morgenland?

König3: Ägypten, Irak…

Zöllner: Terroristen. Die Papiere gleich ins entsprechende Fach. Codewort „Kairo“. König1: Wir sind auf der Suche nach dem Königskind, um ihm Schätze zu bringen und es anzubeten!

Zöllner: So, so. Gedruckte Sachen müssen abgegeben werden. Was nicht von uns kommt ist doch alles nur Hetze. Gold, Weihrauch und Myrrhe ist verderblicher Luxus. Her damit.

(nimmt den Königen die Heilige Schrift und die goldenen Gefäße weg)

König2: Ich protestiere und verlange Ihren Vorgesetzten zu sprechen!

Zöllner: Der sitzt da oben im Wachturm, Wenn Sie noch weiter reden, werden Sie erleben, was ein Verhör ist…

L i e d: „Kommet ihr Hirten“ 1-2

Szene 4: Hirten am Zoll

(Hirten kommen zum Feld)

Lektor: Lk 2,8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.

9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

Und der Engel des Herrn trat zu ihnen.

(Engel singen „Vom Himmel hoch 1-2)

Engel1: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;

11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Engel2: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen

(Hirten machen sich auf den Weg zur Krippe bis zur Grenze)

Zöllner: Wo kommen Sie her?

Hirte1: Ich bin ein Hirte. Ich war einmal Großbauer. Jetzt habe ich nichts mehr und arbeite Tag und Nacht für einen fremden Herrn.

Zöllner: Bist du auch ein Hirte?

Hirte2: Ja, aber durch die Mauer in Bethlehem bin ich von meinem Arbeitsplatz abgeschnitten!

Zöllner: Und ihr wollt auch zu dem Kind?

Hirte 1 Ja, ein Engel hat uns gesagt, wir sollten uns nicht mehr fürchten, der Retter ist geboren.

Zöllner (lacht): Ein Engel – bei uns heißt das Jahresend-Figur mit Flügeln. Engel hören wir nicht so gerne und erst recht nicht das Gerede von Gott. Da beten Leute, dass die Mauer fällt, unerhört. Der große Herodes hat gesagt, die steht noch in 100 Jahren, und was der sagt, stimmt.(Zöllner verschwindet auf andere Seite, Maria & Josef wieder zur Krippe)

Szene 5: Engel am Zoll

L i e d: Es ist der Herr Christ…(Vom Himmel hoch, Str. 3-4)

(Der Engel tritt zu den Hirten hin.
Die Hirten weichen erschrocken etwas zurück)

Hirte1: Wir suchen einen Weg über die Grenze, um zum Kinde zu kommen!

Engel1: Das ist für euch, die ihr keine Flügel habt nicht einfach. Manche haben sich schon im Stroh eines Wagens versteckt, aber der Grenzer überprüft das mit der Mistgabel

König 1: Dann graben wir einen Tunnel!

Engel 3:Gott hat noch einen besseren Weg.
Schaut mal der Zöllner.
Er öffnet die Absperrung.
Ihr könnt hindurch.
Fürchtet euch nicht!
Ihr werdet das Kind sehen, dass alle Welt erlösen wird,
in Israel und Palästina, in Ost und West und Nord und Süd.

Schluss-Szene: Die Mauer fällt

(Zöllner kommt aufgeregt gelaufen)

Zöllner: Die Grenze ist geöffnet! Befehl von ganz oben!

Maria: So hat Gott unser Gebet erhört. Er sei gelobt!

Zöllner: Legt mal bei eurem Gott ein gutes Wort für mich ein!
Vielleicht gibt es auch für mich einen neuen Anfang.

Maria: Dieses Kind ist Gottes neuer Anfang.

Maria und Josef: Frohe Weihnachten!

(Zöllner, Hirten, Könige gehen zum Kind und knien vor ihm nieder)

L i e d: Stille Nacht (46,1-3)

(bei der 2.Strophe gehen die Spieler langsam auf ihre Plätze zurück)

Spieler:

Maria:

Josef:

Zöllner:

König1:

König2:

König3:

Hirte1:

Hirte2:

Hirte3:

Engel1

Engel2:

Engel3:

  • Vielen Dank für Ihre Zusendungen

    In der letzten Zeit sind wieder einige selbstgeschriebene Krippenspiele hinzugekommen. Vielen Dank für Ihre Beteiligung. Es ist sehr erfreulich, dass unsere Seiten so oft aufgesucht werden. Wenn Sie uns ein selbstgeschriebenes Krippenspiel zusenden, veröffentlichen wir es sehr gerne. Vielleicht wird es so noch öfter gespielt und die Mühe des Schreibens hat sich doppelt gelohnt. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir nicht die Zeit haben, den Kontakt zu den Autoren herzustellen und uns wirklich darauf verlassen müssen, dass Ihr zugesandtes Krippenspiel aus Ihrer Feder stammt. Ihr Dietmar Hauser
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