Predigttext am Sonntag Lätare

Dieser Text ist vom Propheten an die jüdische Gemeinde gerichtet, die vor 2500 Jahren in der zweiten Generation im Exil in Babylon leben musste. Dass die Gemeinde trotz vieler ganz neuer und schwieriger Erfahrungen nicht einfach aufgab, an der Hoffnung festhielt, war sicher auch seinem Wirken zu verdanken. Jerusalem war nicht nur eine Erinnerung an die Vergangenheit, sondern auch ein Bild der Hoffnung.
Es ist so gekommen, dass die meisten Leute wieder nach Hause zurückkehren konnten. Nur zu diesem Zeitpunkt, als der Prophet predigte, konnte das noch keiner wissen.

Von daher ist dieser so alte Text eine Ermutigung nach vorne zu schauen, ein Ende der Leidenszeit zu erhoffen, auch wenn es im Moment nicht so gut aussieht. Auch wir können davon lernen.

In der Sprache des Propheten vor zweieinhalb tausend Jahren klang das so: (Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 66, Verse 10–14)
10 Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.
11 Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust.
12 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen.
13 Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.
14 Ihr werdet’s sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des HERRN an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.

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