{"id":1445,"date":"2014-02-12T20:50:27","date_gmt":"2014-02-12T19:50:27","guid":{"rendered":"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/?page_id=1445"},"modified":"2014-03-16T21:26:04","modified_gmt":"2014-03-16T20:26:04","slug":"die-kirche-in-floh","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/?page_id=1445","title":{"rendered":"Die Kirche in Floh"},"content":{"rendered":"<p>Die Pfarrkirche Floh wurde 1712 erbaut. Mit ihrem pr\u00e4chtigen Wolkenhimmel z\u00e4hlt sie zu den sch\u00f6nsten Bauernbarockkirchen der Umgebung und <strong>kann in der Zeit zwischen dem 1. Mai und dem 30. September in der Zeit von 10:00-18:00 Uhr besichtigt werden (Am H\u00fcgel 3, Floh).<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Falls Sie Interesse an einer F\u00fchrung haben, sprechen Sie gerne unseren Kirchenvorsteher Rainer Erbe an, Grummich 1, Tel: 03683-604922.<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/KircheFlohEingang.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Kirche Floh Eingang\" alt=\"Kirche Floh Eingang\" src=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/KircheFlohEingang_thumb.jpg\" width=\"138\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/KircheFlohinnen2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: inline; border-width: 0px;\" title=\"Kirche Floh innen\" alt=\"Kirche Floh innen\" src=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/KircheFlohinnen_thumb2.jpg\" width=\"245\" height=\"183\" border=\"0\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/orgelFloh.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: inline; border-width: 0px;\" title=\"orgel Floh\" alt=\"orgel Floh\" src=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/orgelFloh_thumb.jpg\" width=\"171\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/h3>\n<h3>Die Geschichte der Kirche<\/h3>\n<p>\u00dcber den Bau von Kirchen in Floh ist beim Chronisten Conrad Geisthirt aus Schmalkalden folgendes zu lesen: \u201cAnno 1598 den 10.Sept. die vorige aus purem Holz aufgerichtete Kirche eingeweihet und die erste Predigt von dem damaligen Inspector zu Schmalkalden Caspar Herrnschwager getan. Es kann aber wohl sein, das vor diesem eine Kirche auch schon bestanden hat. Weil die Kirche (v.1598) nach \u00fcber 100 Jahren recht wandelbar worden, dachte man \u00fcber den Bau einer Neuen, gr\u00f6\u00dferen Kirche nach. Am 17.Mai 1710 wurde dazu der Grundstein, nach einer Andacht in der alten Kirche, gelegt. Im September 1711 war die Neue Kirche aufgerichtet soda\u00df am 1. Ostertag 1712 die 1. Predigt der alte Pfarr H. N\u00f6ding darin hielt. 1713 ist ein fein Orgelwerk von 8 Register und einem Pedal angeschafft worden, und den steinernen Altar hat Pfarr N\u00f6ding auf eigene Kosten dahin bauen lassen.\u201d Paul Weber f\u00fcgt in seiner Beschreibung der Kirche noch hinzu: \u201cmalerisch auf einem H\u00fcgel gelegen\u201d.<\/p>\n<p>Soweit die Chronisten Geisthirt und Weber. Zum eigentlichen Bau der Kirche gibt es eine Gesamtrechnung in Buchform die von Martin Kleyensteuber, der wohl den Kirchenbau beaufsichtigte, erstellt wurde. Die Kirche kostete insgesamt 3064 Taler, wozu der Landesf\u00fcrst 200 Taler spendete. Laut dieser Rechnung hatte die Gemeinde Floh durch Holzverkauf aus dem Gemeindewald von 1703 bis 1712, 1900 Taler zur Verf\u00fcgung. Aus der Braukasse kamen f\u00fcr die Jahre 1710-1712 noch einmal 508 Taler. Erborgt wurden 128 Taler. Spenden und freiwillige Leistungen erbrachten das Restliche. Der ausf\u00fchrende Maurermeister war Hans Scheuber ein geb\u00fcrtiger Reichenbacher. \u201cDie contract m\u00e4\u00dfigen Zimmermstr. waren Cyriak und Heinrich Peter, evtl Zwillinge, aus Floh.\u201d Au\u00dfer den Genannten waren alle Handwerker aus Floh beteiligt und sind in der Gesamtabrechnung\u00a0 namentlich aufgef\u00fchrt. Als technische Hilfsmittel werden Kosten f\u00fcr einen &#8222;Kranig&#8220; aufgef\u00fchrt, \u201cdem Trexler von Seligenthal f\u00fcr 4 h\u00f6lzerne R\u00e4der zum Kranig 6Sgr &#8230; oder die Wwe. des Claus Ritzmann wegen deren Sohn so das Bein beim Steinfahren entzwei gefahren (Beinbruch) 2 mal 1 Taler.\u201d<\/p>\n<p>Die Pfarrkirche\u00a0 Floh ist in ihrer Ausstattung und Gestaltung nach reformierter Auffassung gebaut worden. Erst 1743 wurde sie im Inneren farbig ausgemalt. Die Malerwerkstatt\u00a0 Joh. Valentin Merkel aus Schmalkalden malte den Wolkenhimmel, Marmorspiegel mit Girlanden und Muschelwerk sowie die Br\u00fcstungsfelder der Emporen bunt aus, f\u00fcr 110 Taler. Von diesen Malereien sind heute noch Wolkenmimmel und Marmorspiegel mit Girlanden und Muschelwerk zu sehen. Im Altarraum befanden sich die St\u00e4nde f\u00fcr den Pfarrer, die reformierten Kirchen\u00e4ltesten, die lutherischen Kirchen\u00e4ltesten sowie der Stand f\u00fcr den Berggegenschreiber Kleyensteuber. In sp\u00e4terer Zeit ist der letzt genannte der Stand der Berggewerke. Die Mommeler Gewerke (Bergbauunternehmer) spendeten zum Kirchenbau 25 Taler, daraus leiteten sie sp\u00e4ter das Recht ab der erw\u00e4hnte Stand sei f\u00fcr die Berggewerke erbaut.\u00a0 1760 f\u00fchrt diese Auffassung zu einem heftigen Streit zwischen Pfarrer und den Gewerken wer den Stand betreten darf (\u00fcber 4Jahre). Im Verlauf dieser Auseinandersetzung wurde das jetzt noch vorhandene Schild angebracht. Es zeigt einen Bergmann und einen Eisenschmied in ihrer Arbeitskleidung. Bis 1763\/64 hatte die Kanzel ihren Platz am s\u00fcdlichen Pfeiler auf den Stufen zum Altarraum und die Empore der Friedhofseite reichte nur bis zum zweiten Pfeiler von vorne. Dieses innere Erscheinungsbild der Kirche zu ihrer Erbauungszeit erschlie\u00dft sich bei genauer Betrachtung des jetzigen Zustandes. Die s\u00fcdliche Emporenseite (Friedhofseite) hat eine andere Pfeilerstellung als die n\u00f6rdliche (Dorfseite). Das letzte Teilst\u00fcck ist um einiges l\u00e4nger als der gegen\u00fcberliegende Teil. Auf der ersten Stufe zum Altarraum ist in diese ein Stein nachtr\u00e4glich eingesetzt. Am Pfeiler daneben finden wir in ungef\u00e4hr 2 m H\u00f6he Reste einer Holzkonstruktion, an der Wand gegen\u00fcber ist im Putz der Verlauf einer Treppe zu erkennen. In den vorhandenen Schalldeckel wurde in eine Ecke ein St\u00fcck sp\u00e4ter eingesetzt. Diese ausgesparte Ecke passt in ihrer Form genau an die Kante des ersten Pfeilers. Einen schriftlicher Beweis dieser Feststellungen brachte erst das Lesen der St\u00e4ndeb\u00fccher f\u00fcr die Kirche Floh von 1714. Dieses beginnt: &#8222;Von der Cantzel im 1. Stuhl haben zu sitzen&#8220;. Es folgen weitere 15 St\u00fchle, 1 Stuhl ist eine Bank mit 8 Sitzen. Es folgt dann: \u201cVon der Chor Kirch Th\u00fcr an auf der anderen Seite im ersten Stuhl hat zu sitzen\u201d. Es folgen 10 St\u00fchle mit jeweils 5 Sitzen da hier eine Treppe auf die Empore f\u00fchrte. Weiter ist zu lesen: \u201cVon der anderen Kirchth\u00fcr (gro\u00dfe n\u00f6rdliche T\u00fcr) an hat im 1. Stuhl zu sitzen.. es folgen 8 St\u00fchle.\u201d Diese Auflistung ist eine Reservierung der Pl\u00e4tze f\u00fcr Frauen gegen Entgeld und zeigt die Raumeinteilung der Kirche aus dem Jahr 1714. Die Kanzel wurde \u00fcber eine Treppe an der S\u00fcdwand und eine kurze B\u00fchne erreicht. Wenn die Ma\u00dfe des Schalldeckels an den erw\u00e4hnten Pfeiler gelegt werden, kommt man als Mitte auf den eingesetzten Stein der Altarraumstufe.Vor dieser Kanzel befindet sich eine Grabstelle die jetzt nur noch durch die Abdeckung erkennbar ist. Wer hier bestattet wurde, ist im Verlauf der Jahre in Vergessenheit geraten. Im M\u00e4rz 2012 wurde im Th\u00fcringer Hausfreund aus dem Jahre 1887 folgendes gefunden: Eine Grabinschrift in der Kirche zu Floh: \u201cHic sub laetae\u00a0 resurrectionis &#8230;\u201d, zu deutsch: \u201cIn Hoffnung auf eine fr\u00f6hliche Auferstehung ist hierunter begraben Anna Maria Och, des Franziskus Och Ehefrau, geboren in Brotterode am 23. Oktober 1697 &#8230; wurde gl\u00fcckliche Gattin am 12.August 1715, und entschlief am 25. November 1725 mittags 12 Uhr.\u201d Anna Maria war Mutter von 3 kleinen Kindern und die Tochter des Amtsschulthei\u00dfen Johannes Stamm in Brotterode. Franziskus Och ist der Enkel von Pfr. N\u00f6ding und dessen Nachfolger als Seelsorger in Floh. Im Kirchenbuch ist dies bezeugt durch den Eintrag: \u201c&#8230; in der Kirch durch Teilname zahlreichen Volks beerdigt &#8230; 1740\u00a0 l\u00e4\u00dft der Bergvogt Joh. Conrad Kleynsteuber f\u00fcr seine weibl. Familie an der Stelle des Kanzelaufgangs einen Neuen Stuhl auf teils eigene Kosten errichten.\u201d Ob die Kanzel versetzt wurde oder nur der Aufgang zu dieser, konnte nicht ermittelt werden. 1763\/64 wurden die s\u00fcdlichen Emporen zu ihrer heutigen Gr\u00f6\u00dfe verl\u00e4ngert, das belegt die eingestemmte Jahreszahl \u201c1764\u201d in der Emporenbr\u00fcstung am ersten Pfeiler. Teile des alten Emporenabschlusses wurden wieder verwendet, zu sehen an der Profilierung der H\u00f6lzer und die Art des Einbaus in den neuen Abschluss. Sp\u00e4testens zu diesem Zeitpunkt wurde die Kanzel\u00a0 an den Ostabschluss des Altarraums auf ein Sakristeigeh\u00e4use in reduzierter Gr\u00f6\u00dfe gesetzt\u00a0 und die B\u00e4nke (rechts) der Frauen bis zum Altarraum um 3 Reihen erweitert. Der Kanzelkorb hatte urspr\u00fcnglich f\u00fcnf Felder mit Schnitzwerk und ein offenes Feld als Zugang. Heute zeigt er sich mit drei Feldern und die zwei \u00fcbrigen Schnitzwerke wurden am Sakristeigeh\u00e4use rechts und links angebracht. \u201c1712 hat Jacob Erdinger aus Schmalkalden f\u00fcr \u2026 Verfertigung dieses Predigtstuhls 40 Taler erhalten.\u201d Das an der Kanzel befindliche Wappen ist das des damals regierenten Landgrafen Carl von Hessen. Ob die Form des Kanzelunterbaues, wie er sich heute pr\u00e4sentiert, aus dieser Zeit stammt, ist nicht gesichert, da Paul Weber 1913 von einem unsch\u00f6nen Kanzelgeh\u00e4use aus dem 19. Jahrhundert schreibt. In den Belegen zum Kirchenbau finden sich Ausgaben f\u00fcr einen Orgelbauer aus Ernstroda, \u201cauch wurde ein Contrakt mit ihm abgeschlossen doch wurde dieser nicht verwircklicht, er erh\u00e4lt nur einen geringen Geldbetrag f\u00fcr gehabte M\u00fchwaldung\u201d.<\/p>\n<p>Am 29.M\u00e4rz 1712 schlie\u00dft die Gemeinde Floh mit dem Orgelbauer Johannes R\u00f6der aus Weidebrunn einen neuen Vertrag . Er muss die Orgel aus der alten Kirche in\u00a0 die Neue setzen und so bauen das sie sp\u00e4ter erweitert werden kann, 1713 baut er ein Pedalwerk ein sowie ein Klavier f\u00fcr das Manual. Auch musste die Orgel so aufgestellt werden, dass der Lehrer davor stehen konnte um sie zu spielen. Die erste Orgel scheint\u00a0 nicht zur Zufriedenheit der Gemeinde\u00a0 gewesen zu sein, trotz Umbauten um 1730.\u00a0 Wahrscheinlich\u00a0 ist 1733 die Orgelempore (der sog. Singchor) ge\u00e4ndert worden. Man findet an der Br\u00fcstung darunter eine eingestemmte 1733, auch ist dabei die Br\u00fcstung in\u00a0 Bogenform eingebaut worden. Eine neue, gr\u00f6\u00dfere Orgel wurde auf einen nun vergr\u00f6\u00dferten Singchor (Orgelempore) 1788\/89 durch Joh. Oesterreich aus Oberbimbach in Hessen gesetzt. Diese Orgel mit 27 Registern wurde 2008 restauriert und erfreut mit ihrem Klang die Zuh\u00f6rer auch nach \u00fcber 200 Jahren. Einzelheiten zu dieser Orgel findet man in einer Brosch\u00fcre die anl\u00e4sslich der Restaurierung\u00a0 herausgegeben wurde. Im Verlauf dieser Arbeiten konnte der urspr\u00fcngliche gerade Abschluss der Empore festgestellt werden. Diese Restaurierung kostete 130.000 Euro wovon weit \u00fcber die H\u00e4lfte aus Spendenmitteln der Kirchengemeinde kam.<\/p>\n<p>Eine Kirchenrenovierung im Jahre 1863 bringt radikale \u00c4nderungen im inneren Erscheinungsbild der Kirche. Der Kirchenhimmel erh\u00e4lt einen Kalkputz, der leicht bl\u00e4ulich \u00fcber der Orgel\u00a0 beginnend, in Richtung Kanzel blasser werdend gestrichen wird. Um eine Rissbildung des Putzes auf der Lattung zu verhindern, wurden Schweineborsten beigemischt. Die W\u00e4nde mit Kalkwei\u00df, unter Beimischung von gebrannten Ocker und Umbra, und die Holzteile mit \u00d6lfarbe ebenfalls wei\u00df gestrichen. Bestimmte Stellen der Orgel, der Emporen und des Schalldeckels der Kanzel wurden echt vergoldet, diese Vergoldung ist heute noch vorhanden. In den Emporenfeldern wurden Rossetten angebracht. Die Renovierung f\u00fchrte Adam Valentin Ullrich (Pf\u00f6tsch, er wohnte in der Pf\u00f6tschegass, 2012 Gartenstr. 23) aus Floh durch. Aus dem vorhandenen Kontrakt geht die Beschaffenheit des Putzes, die Form der Lattung und der N\u00e4gel pr\u00e4zise hervor. In den Gemeinderechnungen f\u00fcr 1863 bei den Ausgaben: \u201cAdam Valentin Ullrich erh. insg. 478 Taler f\u00fcr Weisbinderarbeit i.d. Kirche; der Bildhauer Ernst Nader f\u00fcr Vergoldung und Anstrich 177 Taler; Wilhelm Werner 115 Taler f\u00fcr Schreinerarbeit; G.W. Fr\u00e4bel Struth 57 Taler f\u00fcr Schreinerarbeit; F. Friedrich f\u00fcr Ausbessern des Turms 11 Taler; Georg Eberhardt f\u00fcr Glaserarbeit 15 Taler; Jacob Weisheit u. Cons. f\u00fcr Weisbinderarbeit u. Streichen der T\u00fcren 19 Taler; dem Friedrich Hilpert (Orgelbauer u. B\u00fcrgemeister) f\u00fcr Reperatur der Orgel 39 Taler; die Frau des Michael Eisenacher u. Cons. erh\u00e4lt f\u00fcr Reinigung der Kirche 8 Silbergroschen.\u201d Bei dieser Kirchenrenovierung wurden zwei Dachluken , zu den zwei von 1713 \u00fcber dem Singchor eingebaut. Die St\u00e4nde im Altarraum hatten bis dahin Schiebegitter, was einen gewissen Sichtschutz\u00a0 bot. Auf Dr\u00e4ngen von Pfr. K\u00fcmmel wurden die \u201c&#8230; einem Vogelk\u00e4fig \u00e4hnelten Gitter an den Chorst\u00e4nden &#8230; 1863 beseitigt.\u201d<\/p>\n<p>Zu Beginn der 1930iger Jahre wurden \u00dcberlegungen \u00fcber eine Heizung der Kirche\u00a0 in Erw\u00e4gung gezogen: 1. der Anbau eines Heizhauses an die S\u00fcdseite der Kirche f\u00fcr eine Schwerkraftheizung (Zeichnung dazu noch vorhanden) und 2. Einbau einer elektrischen Fu\u00dfheizung (Angebot noch vorhanden). Im Anschluss sollte eine Innenrenovierung der Kirche erfolgen. Der 2. Weltkrieg machte diese Pl\u00e4ne zunichte. Die Kirche blieb bis 1954 unver\u00e4ndert in ihrem inneren Aussehen. Die gro\u00dfe Spendenbereitschaft der Gemeinde beim Beschaffen der Glocken bewog den Kirchenvorstand, voran Pfr. Veigel eine Innenrenovierung in Angriff zu nehmen. Bei\u00a0 den Vorbereitungen zu dieser Renovierung wurde die farbige Bemalung entdeckt. Man entschied sich, die urspr\u00fcngliche Bemalung des Kirchenhimmels frei zu legen, zu restaurieren und die \u00fcbrigen Teile dementsprechend anzupassen. Durchgef\u00fchrt wurden diese Arbeiten unter Leitung von Herrn Lewecke aus Halle und seinen Mitarbeitern. Die Fu\u00dfb\u00f6den der Emporen wurden komplett erneuert, die Orgelempore um ein Br\u00fcstungsfeld zur\u00fcck verlegt und die St\u00fctzen f\u00fcr die alte Orgelempore entfernt. Im Verlauf des 2. Weltkrieges waren f\u00fcr gefallene oder vermisste Soldaten Ged\u00e4chtniskr\u00e4nze an den Emporen aufgeh\u00e4ngt worden. Diese wurden wieder entfernt, gegen den Widerstand der Betroffenen. Die Treppe von der ersten Empore in den Altarraum\u00a0 mit dem darunter befindlichen Kirchenstand wurden ebenfalls entfernt. Der Verschlag f\u00fcr die B\u00e4lge zur Orgel, da nicht mehr n\u00f6tig, machte Platz f\u00fcr 3 Reihen M\u00e4nnerb\u00e4nke. Eine schlicht gehaltene Beleuchtung ersetzte die wohl um 1910 angebrachte erste elektrische Beleuchtung der Kirche. Die so entstandene Fassung der Kirche ist bis heute zu betrachten. Alles in allem kostete diese Renovierung ca. 30.000 DM-Ost, wovon der Staat 4000, die pol. Gemeinde 3000 und der Kirchenkreis 4000 DM-Ost beitrugen. Ein dringender Wunsch vieler Gemeindeglieder ging 1967 in Erf\u00fcllung: Das alte und enge Frauengest\u00fchl wurde durch ein neues und bequemeres ersetzt, mit gleichzeitigem Einbau eines neuen Fu\u00dfbodens und einer elektrischen Fu\u00dfheizung. Diese Heizung ist in ihrer Art die gleiche wie 1934 schon angeboten.<\/p>\n<p>Zu den Glocken unserer Kirche gibt es\u00a0 folgende Nachrichten aus den Gemeinde &#8211; und Kirchenbaurechnung: \u201c1713 erh\u00e4lt Mstr. Paul Peter 8 Taler f\u00fcr &#8230; Abnehmen der alten Glocken und in die neue Kirch zu bringen, den neuen Glockenstand zu verfertigen und verschiedene Arbeiten \u2026 Wilhelm u.Heinrich Bittorf aus Seligenthal erhalten f\u00fcr 2 Glocken so 1865 gegossen 895 Taler, der Schmied Werner Hepp f\u00fcr Beschlag der mittleren Glocke 14 Taler. David Simon f\u00fcr einen neuen Glockenstuhl 423 Taler und f\u00fcr Br\u00fccken des Glockenstuhls erh\u00e4lt Friedrich Kolb 10 Taler.\u201d Dieser Glockenstuhl ist eine solide Zimmermannsarbeit aus Eiche und tut auch 2012 noch seinen Dienst. In diesen Glockenstuhl wurde ein Glockenh\u00e4ngeapparat f\u00fcr 82 Taler eingebaut. Er bestand aus jeweils zwei Zahnstangen und zwei ovalen Zahnr\u00e4dern pro Glocke. Diese Konstruktion bewirkt ein Hin-Und-Her-W\u00e4lzen der Glocken was zu einer erheblichen Verminderung der Zug- und Schubkr\u00e4fte f\u00fchrt, die beim L\u00e4uten entstehen und auf den Turm einwirken. Durch das ovale Zahnrad wird der Drehpunkt der Glocke tiefer gesetzt, was zu dem erw\u00e4hnten Effekt f\u00fchrt und es erm\u00f6glichte gr\u00f6\u00dfere Glocken aufzuh\u00e4ngen. Durch den Einsatz von gekr\u00f6pften Jochen konnte auf diese oft reparaturanf\u00e4llige Aufh\u00e4ngung\u00a0 verzichtet werden. In diesem Zusammenhang wurden die Glocken im Turm ein Stockwerk h\u00f6her, in den achteckigen Teil gebracht. Die H\u00f6lzer des alten Glockenstuhls wurden als Verst\u00e4rkung der Gescho\u00dfdecke verwendet. 1868 springt die mittlere Glocke und wird von Ullrich in\u00a0 Apolda 1869 neu gegossen. Anhand der vorhandenen Daten hat Bittorf die gro\u00dfe und die kleine und Ullrich die mittlere gegossen. Demnach waren bereits vor diesen Arbeiten schon 4 Glocken im Turm vorhanden. Aus einem Schreiben des Schulthei\u00dfen Eisenacher von 1803 an das Konsistorium in Kassel geht hervor, dass vor 1800 Glocken angeschafft wurden. Die vierte Glocke ist das sogenannte Kl\u00e4ngele oder auch Totengl\u00f6ckchen, welches noch aus der alten Kirche stammt und 1713 in die neue Kirche geh\u00e4ngt wurde. 1917 m\u00fcssen zwei Glocken, die kleine Bittorf Glocke und die von Ullrich gegossene und die Prospektpfeifen der Orgel zu Kriegszwecken abgeliefert werden. Die Orgelpfeifen werden 1919 durch Zinnpfeifen ersetzt und 2 neue Glocken gie\u00dft die Firma St\u00f6rmer in Erfurt. 1944 Abgabe von drei Glocken, die gro\u00dfe Glocke von Bittorf 1865, die mittlere von St\u00f6rmer 1920 gegossene und das sog. Kl\u00e4ngele welches 1613 von Moehrink, Erfurt, gegossen wurde. Als Geschenk einer hessischen Gemeinde kommt 1953 ein neues Kl\u00e4ngele in den Turm unserer Kirche. Durch die gro\u00dfe Spendenbereitschaft der Einwohner von Floh werden drei Hartguss-Glocken f\u00fcr die Kirche Floh 1953 durch Schilling (Apolda) gegossen und begleiten seither die Gemeinde in Freud und Leid. Die einzelnen T\u00f6ne der Glocken wurden von Pfr. Veigel im Voraus festgelegt, dadurch k\u00f6nnen die Glocken beim L\u00e4uten beliebig miteinander kombiniert werden. Es ergibt sich immer ein guter Klang. Es hat Jubilate, die gro\u00dfe Glocke ein Gis, Kantate die mittlere, auch 11-Uhr-Glocke genannt, ein h und Rogate, die kleine Glocke, ein cis.<\/p>\n<p>Was w\u00e4re ein Kirchturm ohne Uhr? Lange Zeit war die Kirchturmuhr f\u00fcr viele Einwohner der einzige Zeitmesser und so von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit. Zur Zeit ist das dritte Uhrwerk im Turm, und zeigt seit \u00fcber 100 Jahren zuverl\u00e4ssig, was die Stunde geschlagen hat. 1712 erh\u00e4lt Meister Malschen Lohn f\u00fcr \u201c&#8230; die Uhr in den Neuen Turm zu setzen &#8230; (laut Belegen zur Kirchenbaurechnung ist es die Uhr aus der alten Kirche) &#8230; und der Schieferdecker vor Zeigerbrett zu malen und anzuschlagen 7 Taler &#8230; 1801 baut der Gro\u00df Uhr Macher Meister G\u00f6cking aus Brotterode eine neue Uhr in den Turm. Die Uhr kostet 201 Taler plus 24 Tlr. Zehrungskosten f\u00fcr Meister und Gesellen beim Gastwirt Martin Eberhardt in Floh (2012 Gasthaus H\u00f6hnberg). F\u00fcr den Stand oder Ger\u00fcst worauf die Uhr steht an Moritz Peter 12 Taler. Der Schmied Caspar Ullrich erh\u00e4lt 9 Taler.\u201d Diese Uhr befand sich auf einer Zwischendecke des 1. Turmgeschosses \u00fcber dem Glockenstuhl. Hinter dem noch heute sichtbaren kleinen Fenster der Stra\u00dfenseite des Turms stand das Uhrwerk. Diese Uhr schlug die Viertelstunde und die volle Stunde zweimal. Das auch jetzt noch sichtbare Zifferblatt der Uhr muss damals an den Turm gekommen sein, es sind in der Rechnung Kosten f\u00fcr \u201c&#8230; Weissblech f\u00fcr Lettern zur Uhr &#8230; mit einem Durchmesser von 2,56 m weithin sichtbar.\u201d 1898 setzt Friedrich Dellith aus Schmalkalden das jetzige Uhrwerk der Firma\u00a0 F.A. Benes aus Hildesheim in den Turm f\u00fcr 1.105 Mark und Georg Wilhelm Anding fertigt f\u00fcr 158 Mark den Uhrschrank. Diese Uhr ist mit einfachem Viertel und Stundenschlag ausgestattet und muss einmal w\u00f6chentlich aufgezogen werden. Der Viertelschlag erfolgt auf das Kl\u00e4ngele und die Stunde auf die gro\u00dfe Glocke. Von 1942 bis 1953 erfolgte der Stundenschlag wegen der fehlenden Glocke auf einer Radfelge. Auf Grund der exponierten Lage des Kirchturms sind\u00a0 an diesem Teil des Kirchengeb\u00e4udes oft Reparaturen n\u00f6tig.<\/p>\n<p>1990 zeigte die Wetterfahne die Windrichtung nicht mehr an, sie war durch einen Sturm schwer besch\u00e4digt worden. Eine \u00dcberpr\u00fcfung\u00a0 des Turmes zeigte starke M\u00e4ngel am Zifferblatt, Turmknopf und Wetterfahne, sodass alle Teile abgenommen wurden. &#8222;1711 hatte Mstr. Joh. Georg Stieffel f\u00fcr einen kupfernen Knopf so auf den Turm kommen 15 Taler erhalten &#8230; Herr Spielhausen aus Schmalkalden erh\u00e4lt 1712 f\u00fcr Blech und Gold zum Kirchenknopf 25 Taler&#8230;&#8220;. Zifferblatt und Wetterfahne stellte man aus rostfreiem Material her und wurden neu vergoldet ebenso die Turmkugel.\u00a0 Die Wetterfahne wurde auf speziellen Glaskugeln drehbar gelagert. Am Kirmessonntag 1991 wurde alles wieder nach einem Festgottesdienst am Turm angebracht. Erw\u00e4hnt sei hier, dass diese Arbeiten ohne Ger\u00fcst erfolgten, mit Hilfe von Bergsteigertechnik durch die Firma Bennert aus Hopfgarten bei Erfurt. F\u00fcr die Jahre: 1826, 1849, 1890, 1905, 1931 und 1957 sind Knopfabnahmen aufgezeichnet, 1957 durch Oeser Brotterode. Die Firma Bennert erneuert 2004 mit Bleiblech den Laternenboden und die bis dahin verblechten Aufrichter werden verschiefert.<\/p>\n<p>1998 wurde durch Zufall ein Wasserschaden am Sparren des ersten Seitengrats der Friedhofseite des Kirchendaches entdeckt. Eine einfache Reparatur durch einen Dachdecker war nicht mehr m\u00f6glich, da der Schaden zu gro\u00df war. Daraufhin wurde der Dachstuhl durch den Holzgutachter Herrn Mathias Voigt aus Leipzig einer gr\u00fcndlichen Untersuchung unterzogen. Es wurde gemeiner Hausschwamm und anderer Holzsch\u00e4dlingsbefall in gro\u00dfen Umfang festgestellt. Der Dachstuhl unseres Gotteshauses wurde 2000\/01 einer dringenden kompletten Sanierung unterzogen. Es stellte sich dabei heraus\u00a0 das eine Reparatur von Teilen des Dachstuhls im Jahre 1931 nicht sachgem\u00e4\u00df ausgef\u00fchrt waren. Die damals eingesetzten Holzteile waren vom Schwamm 1999 stark zerfressen. Die gr\u00f6\u00dften Schwammsch\u00e4den wurden am Aufgang zum Turm auf der n\u00f6rdlichen Seite gefunden, bis an die erste Dachgaupe. Der Schwamm hatte schon Teile der Mauerkrone erfasst. Es war h\u00f6chste Eile geboten, um weitere Sch\u00e4den zu vermeiden. Die Schwellen auf der Mauerkrone wurden zu 90% durch eichene Schwellen ersetzt (auf Bleiblech gelegt), schadhafte Aufschieblinge ausgetauscht, alle befallenen Holzteile 1,5 m \u00fcber der Schadstelle abgeschnitten und wieder angelengt, die Sparren an den ersten Graten komplett ausgetauscht. Da die gr\u00f6\u00dften Sch\u00e4den mit im Bereich der Dachgaupen waren und zu deren Einbau 1713 und 1865 auch Windversteifungen im Dachstuhl durchtrennt wurden, war ein R\u00fcckbau derselben erforderlich. Das Dach wurde mit neuen Ziegeln in rot eingedeckt. Die 1931 auf das Dach gekommenen Ziegeln konnten nicht wieder verwendet werden, da sie zum gro\u00dfen Teil schadhaft waren. Diese Ziegel von 1931 galten in ihrer Form und Farbe als Sakralziegel. Sie hatten die Dacheindeckung aus dem Jahre 1712 abgel\u00f6st (9850 Pfannen der Ziegelei Kleimenhagen in Frauenbreitungen f\u00fcr 78 Taler). Ebenfalls wurde eine neue Dachrinne aus Kupferblech\u00a0 angebracht. Um den Schwammbefall wirksam zu beseitigen, musste 1 m von der oberen Mauerkante der Putz entfernt werden, um eventuelle Schwammsch\u00e4den zu erkennen. Dadurch machte sich eine anschlie\u00dfende Innenrenovierung erforderlich. Der vorgegebene Kostenrahmen von 450.000 DM konnte eingehalten werden. Es ist bei diesen Bauma\u00dfnahmen zu bedenken, dass der Neubau des Gemeindehauses \u00fcber 1 Mio. DM kostete, in den Jahren 1998\/99. Am 9.12.2001 (2.Advent) konnte die Kirche wieder feierlich eingeweiht werden.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu ihrem Inneren ist die Pfarrkirche Floh seit Ihrer Erbauung im \u00c4u\u00dferen schlicht geblieben. Die gotisierenden Fester, der polygonale Chorschluss\u00a0 und das steile Dach sind Nachkl\u00e4nge der vergangenen Gotik. Die Kirche ist eine der sog. Karlskirchen im \u00dcbergang des Barock zum Rokoko. Der markanteste \u00e4u\u00dfere Schmuck ist das Westportal mit dem Ehewappen des Landgrafen Carl v. Hessen-Kassel und seiner Frau Maria Amalie Prinzessin v. Kurland. Dieses Wappen schuf Joh. Adam Erdinger, Sohn des Jacob Erdinger. Zwischen Portal und Wappen war zu lesen: Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit! \u00dcber diesem Portal in der obersten Fensterzone an einem querovalen Fenster finden sich die Initialen \u201c1-7-11-H-S\u201d f\u00fcr Hans Scheuber 1711. Hans Scheuber wurde in Reichenbach geboren, heiratete eine geb. Endter aus Floh und war wohnhaft zu Seligenthal. In der Nordseite (Dorfseite) ist mit dem mittleren Portal der sog. Weibereingang der Kirche. Er ist geschm\u00fcckt mit einem Giebelfeld, in dem eine aufgehende Sonne mit Strahlenkranz aufgemalt ist. Er ist 2012 \u00fcberstrichen und soll wiederhergestellt werden. Innen vor dieser T\u00fcr war vor dem Einbau des neuen Gest\u00fchls ein Gang zwischen den Kirchenb\u00e4nken. \u00dcber der T\u00fcr war Au\u00dfen zu lesen: \u201cBewahre deinen Fu\u00df, wenn du zum Hause des Herrn gehst, und komme, um zu h\u00f6ren!\u201d Aus dem Kontrakt mit Erdinger ist ersichtlich, dass er Schriften \u00fcber die T\u00fcren einmei\u00dfeln sollte. Eine kleine T\u00fcr f\u00fchrt am Beginn des Chorraums in diesen, gestaltet wie die vorhergehende. Der Spruch lautet: \u201cWie lieblich ist hier diese St\u00e4tte, wo Gott dein Wort verk\u00fcndigt wird. Hilf Gott, das jeder sie betrete, Befolgt was hier gepredigt wird!\u201d<\/p>\n<p>Mit den hier zusammen getragenen Daten soll eine Vorstellung vermittelt werden, wie im Verlauf von 300 Jahren die Kirche von Floh umgestaltet und erhalten wurde. Wenn man diese Kirche genau betrachtet, ist das Bem\u00fchen aller, die daran mitgewirkt haben, um Ausgewogenheit, Harmonie und schlichte Sch\u00f6nheit nicht zu verkennen. Dies geschah in erster Linie zur Ehre Gottes. Es war aber auch eine gewisse Art der Selbstdarstellung der Gemeinde. Die aufzubringenden Kosten waren dabei scheinbar kein Hindernis. Eine geplante Au\u00dfenrenovierung konnte aus verschiedenen Gr\u00fcnden noch nicht verwirklicht werden, vieleicht soll es so sein. Schenke Gott das auch in Zukunft Frauen und\u00a0 M\u00e4nner sich f\u00fcr die Erhaltung dieser Kirche einsetzen. Sie ist nicht nur ein Haus, wo Gottes Wort verk\u00fcndet wird, sondern f\u00fcr viele der Fixpunkt f\u00fcr ihre Herkunft und ihr zuhause.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 300j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Pfarrkirche Floh zusammen gestellt von Rainer Erbe, im M\u00e4rz 2012.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Pfarrkirche Floh wurde 1712 erbaut. Mit ihrem pr\u00e4chtigen Wolkenhimmel z\u00e4hlt sie zu den sch\u00f6nsten Bauernbarockkirchen der Umgebung und kann in der Zeit zwischen dem 1. Mai und dem 30. 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