{"id":520,"date":"2011-08-26T17:27:49","date_gmt":"2011-08-26T15:27:49","guid":{"rendered":"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/?page_id=520"},"modified":"2011-08-26T17:56:45","modified_gmt":"2011-08-26T15:56:45","slug":"kirche-schnellbach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/?page_id=520","title":{"rendered":"Kirche Schnellbach"},"content":{"rendered":"<p>&#160;<\/p>\n<p align=\"justify\">Fr\u00fcher hie\u00df das Dorf &quot;Schinnelbach&quot;. Es hatte keine eigene Kirche. Die Einwohner waren in der Kirche Seligenthal eingepfarrt. <\/p>\n<p align=\"justify\">1684 erhielten die Schnellbacher die Erlaubnis eine eigene Kirche zu errichten. Das wurde sehr schnell in Angriff genommen und so konnte zwei Jahre sp\u00e4ter eine kleine Holzkirche eingeweiht werden. Von den 328 Thalern, die der Bau der Kirche kostete, brachten die Schnellbacher 196 selbst auf. F\u00fcr die Schnellbacher war das eine gro\u00dfe Leistung. Die j\u00e4hrlichen Einnahmen im Opferstock (&quot;Gotteskasten&quot;) betrugen damals 4 Thaler! Der Rest wurde durch den Verkauf zweier Wiesen und durch Kollekten der Stadt und Nachbard\u00f6rfer, sowie einer Kollekte in Hessen aufgebracht. Diese Kirche hatte einen kleinen und einen gr\u00f6\u00dferen Turm. <\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/07-2005-Kirche-Schnellbach-010-536x640.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; margin: 5px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; float: right; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"07 2005 Kirche Schnellbach 010 (536x640)\" border=\"0\" alt=\"07 2005 Kirche Schnellbach 010 (536x640)\" align=\"right\" src=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/07-2005-Kirche-Schnellbach-010-536x640_thumb.jpg\" width=\"194\" height=\"235\" \/><\/a>Schon nach 52 Jahren wurde der Bau einer gr\u00f6\u00dferen Kirche begonnen. Da die Kirche aus Stein errichtet werden sollte (nur die Randsteine aus Sandstein!), wurden Steine in Eigenleistung in einem Garten in Schnellbach gegraben und mit Schlitten an die Kirche gefahren. Ein Baumeister aus der Stadt wurde beauftragt und die Zimmerarbeiten wurden an eine Floher Firma vergeben. Am 7. Oktober 1938 wurde der Grundstein gelegt. <\/p>\n<p align=\"justify\">Die Kirche wurde an der gleichen Stelle errichtet, wo die alte stand. (Das Schulgeb\u00e4ude nebenan existierte schon und der Kirchhof war von der Gemeinde gekauft worden.) In der Pfingstwoche 1939 wurde die <a href=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Kopie-von-07-2005-Kirche-Schnellbach-004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; margin: 5px 5px 5px 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; float: left; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"Kopie von 07 2005 Kirche Schnellbach 004\" border=\"0\" alt=\"Kopie von 07 2005 Kirche Schnellbach 004\" align=\"left\" src=\"http:\/\/eksm.de\/blog\/seligenthal\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Kopie-von-07-2005-Kirche-Schnellbach-004_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"194\" \/><\/a>alte Kirche abgerissen und die Gottesdienste fanden seither bei Wind und Wetter im Freien statt. Es soll nur einmal geregnet haben. Der Winter war allerdings extrem kalt, aber es ist kein Gottesdienst ausgefallen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Aus der alten Kirche wurden nur ein Abendmahlskelch, die Orgel und der sch\u00f6ne Opferstock \u00fcbernommen.    <br \/>Taufstein und Kanzel, wurden von Fl\u00f6hern gestiftet. Die noch gut erhaltene vordere Eingangst\u00fcr wurde durch eine Einzelspende finanziert. Trotz erheblicher Mithilfe der Bev\u00f6lkerung beim Bau war es nicht leicht, den Kirchenbau zu finanzieren. Die Kollekte in Hessen war nicht all zu gro\u00df ausgefallen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am 1. M\u00e4rz 1740 wurde schon der Turmknopf aufgesteckt. <\/p>\n<p align=\"justify\">So gab es auch Schwierigkeiten. Die Gemeinde musste 120 Thaler Schulden aufnehmen. 1751 weigerten sich die Nesselh\u00f6fer zur weiteren Zahlung ihres Beitrages zu Kirche und Schule und gaben vor, sie k\u00f6nnten sich die Gemeinde aussuchen, in die sie gehen. Sie wurden jedoch vom geistlichen Ministerium in Schmalkalden zur weiteren Zahlung gezwungen. <\/p>\n<p align=\"justify\">Mitte der 80-iger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde ganz in Eigenleistung hinter der Kirche ein kleiner Kirchsaal mit K\u00fcche und Toilette errichtet. M\u00f6glich wurde das, weil bis dahin im Winter die Gottesdienste in der ehemaligen Schule (unter der Fahne und dem Bild des Staatsratsvorsitzenden) stattfanden. Im Zuge der politisch gew\u00fcnschten Trennung von Staat und Kirche wurde die Baugenehmigung erteilt. Alle Materialien wurden aus ungeplanten Best\u00e4nden beschafft und am Abend oder am Wochenende von vielen Schnellbachern unter Leitung des Kirchenvorstandes und eines Architekten der th\u00fcringischen Landeskirche verbaut. Bis heute wird der Kirchsaal rege genutzt und dient als Winterkirche.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nach der Wende konnte die Kirche, bei der man einen erheblichen Befall von gemeinem Hausschwamm im Dachbereich und an den B\u00e4nken feststellen musste, grundhaft saniert werden. Die B\u00e4nke wurden erneuert und der Dachstuhl aufw\u00e4ndig renoviert. Zudem wurde die Kirche neu eingedeckt.    <br \/>Auch hier beteiligte sich die Schnellbacher Gemeinde sehr stark. Durch Mittel der kurhessischen Landeskirche konnten alle Arbeiten abgeschlossen und finanziert werden, ohne dass Darlehen aufgenommen werden mussten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>&#160; Fr\u00fcher hie\u00df das Dorf &quot;Schinnelbach&quot;. Es hatte keine eigene Kirche. Die Einwohner waren in der Kirche Seligenthal eingepfarrt. 1684 erhielten die Schnellbacher die Erlaubnis eine eigene Kirche zu errichten. 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