Sonnabend

Falls es Leute gibt, die wissen wollen, was los ist: Ich habe mir nach der 8. Tanzrunde  jetzt erst einmal entschlossen, eine kleine Pause einzulegen. Sie tanzen ja auch ohne mich weiter…
Es ist richtig toll, wenn die Mehrheit Mädchen sind, die gleich auf die Tanzfläche springen.
Wir haben ja auch keine Mühen gescheut. Disco Jet aus Reichenbach ist eingeflogen und lässte die Wände zittern. Nur die Nebelmaschine muss ausbleiben, da vor wenigen Wochen eine Gruppe durch kräftiges Deo-sprühen die Feuerwehr hierher geholt hat und 1200 € bezahlen musste (angeblich ein Freundschaftspreis).

Mit der Musik haben wir natürlich erst vorhin angefangen. Heute morgen haben wir die Bibeltexte zum Abendmahl besprochen und erklärt. Danach haben wir den Gottesdienst vorbereitet.

Nach dem Mittagessen sind wir nach Bischofsheim gewandert. Dort gibt es schon eine verrückte Sache. 2002 hat eine orthodoxe Gemeinde die leer stehende Disco gekauft und sie zur Kirche ausgebaut. Erst waren meist Griechen in der Gemeinde. Mittlerweile besteht die Mehrheit der Leute aus Russen, Rumänen und Kroaten. Im letzten Jahr wurden 65 Leute getauft, drei Jahre zuvor sogar 72 Leute. Nach dem langen Gottesdienst (zwei bis drei Stunden) bleiben die Leute zum Essen  zusammen. Die Kirche kann sich sehen lassen. Der Pfarrer hatte viel zu zeigen.

Am Nachmittag  haben wir die Konfikerzen gestaltet.

So, jetzt gehe ich wieder zum „Schwören“. Ihr verpasst wirklich etwas…

Zweiter tag der Konfirüste

Wir Pfarrer haben uns gefreut, dass wir doch recht zeitig schlafen konnten. Unsere beiden Mädchen aus der 10. Klasse haben sich darum gekümmert, dass bei den Mädchen recht schnell Ruhe eingekehrt ist. Und wer hätte gedacht, dass die Jungs viel früher einschlafen.
Heute waren also alle recht munter und wir konnten uns den nächsten Themen zuwenden. Wir haben fünf Gruppen gebildet, in denen  drei vorgegebene Geschichten zu Ende gespielt werden sollten. Es ging darum, Ideen zu entwickeln, wie man sich versöhnen kann. Wir haben fünf wirklich beeindruckende Szenen gesehen.
Vor dem Mittagessen wurde das Gleichnis vom verlorenen Sohn besprochen.
Das Essen hat allen gut geschmeckt: Spätzle mit Gulasch und Rotkraut.
Der Berg rief und wir kamen: Bei sehr schönem Wetter haben wir den Kreuzberg besucht. Von hier aus ist der Weg doch sehr lang und es wäre fast eine Tagestour geworden. Mit dem Bus waren es nur ein paar Minuten. Oben war alles weiß und es gab eine tolle Rundumsicht.
Heute Nachmittag haben wir begonnen, den Gottesdienst am Sonntag vorzubereiten. Es gibt eine Anspiel-Gruppe.
Fünf Leute bereiten die Predigt vor und werden sie dann auch halten. Eine Kreativgruppe gestaltet große Fensterbilder zum Thema. Und eine große Gruppe ist dabei die Lieder auszusuchen, Gebete zu verfassen und vieles mehr. Am Ende werden wir vielleicht als Pfarrer gar nicht mehr gebraucht? Ist ja nur so ein Gedanke…

Heute Abend werden wir dann den großen Kinoabend machen mit dem Film “Das Leben ist Schön” von Benigni.

Die Stimmung ist sehr gut. Und ich bin begeistert, wie toll alle mitmachen.
So, ich muss jetzt erst einmal zum Karaoke… Bis bald

Euer Dietmar

Der erste Tag der konfirüste 2016

Um 8.30 Uhr haben wir uns am Schmalkalder Bahnhof getroffen. Es sind 32 Konfirmanden mitgefahren. Wir hoffen, dass noch zwei Konfirmanden nachkommen können. Es ist eine wirklich bunte Gruppe. Von ruhig bis aufgedreht, von laut bis leise. Es wird spannend, wie sie alle miteinander zurecht kommen.
In Meiningen haben wir eine Kirchenrallye gemacht. In der Stadtkirche ging es um die Symbole an und in der Kirche. Leider konnten wir nicht in die katholische Kirche gehen. Dort wurde gerade die Kindergartenleiterin in einem Gottesdienst verabschiedet. Da wollten wir nicht stören.
Nach anderthalb Stunden sind wir mit dem Zug weitergefahren. In Bad Neustadt wartete schon ein Bus. Von Bischofsheim fuhr ein Bus zum Landschulheim.

Ich hatte das Landschulheim bei ganz trübem Wetter besucht. Heute schien die Sonne. Die Bergspitzen waren weiß. Da sahen die Häuser viel freundlicher aus. es ist ein gut ausgestattetes Haus, das allerdings recht schulisch eingerichtet ist. Die Zimmer sind schön und sehr praktisch.
Am Nachmittag haben wir gemerkt, dass alle doch recht geschafft waren von der Fahrt.  Trotzdem ging es ganz gut los. Nach der Vorstellungsrunde haben wir erst einmal ein kleines Lexikon christlicher Symbole erstellt.
Am Abend hatte ich das Gefühl, dass so langsam klar wird, wie es bei der Konfifreizeit abläuft. Die Sprüche auf den Kirchenfenstern haben die Konfis ausgesucht und gestaltet.

Mir ist aufgefallen, dass ich bisher nur mit einigen Konfis Karaoke gemacht hatte. Dann lief bei den Jungen die X-Box heiß.
Ich hatte etwas bedenken, dass ich sie zu meiner schrägen Geschichte gar nicht richtig zur Ruhe bekomme.  Interessanterweise konnte hätte man eine Stecknadel zu Boden fallen hören. Es geht doch … Und das macht richtig Spaß.

Mittlerweile ist es schon recht ruhig. Auch für uns war es neu, dass sich im Bereich der Zimmer der W-Lan und um elf sogar der Strom ausschaltet.
Viele Grüße auch von Christian Brandt und Andreas Adler!
Euer Dietmar

Hier nun noch ein paar Bilder:

 

Wir sind wieder gut in Seligenthal angekommen

… und müssen uns jetzt erst einmal an die niedrigen Temperaturen gewöhnen… Ich habe die Bilder von Taizé zusammengestellt, auch einige Bilder von der kleinen alten Kirche, in der sich Roger Schütz anfangs mit seinen Brüdern traf.

Hoffentlich kommen sie noch rechtzeitig für unsere überaus netten Freunde aus der Nähe von Stuttgart, die noch eine Präsentation über Taizé vorbereiten mussten.

Es hat uns allen (Frank, Andreas, Petra und mir) großen Spaß gemacht. Ihr wart eine wirklich tolle Gruppe.

Jetzt ist erst einmal Urlaub für uns Erwachsene angesagt.

Im September treffen wir uns sicher noch einmal zu einem Nachtreffen. Ich wünsche Euch noch schöne Ferien!

unser vorletzter Tag in Taize

… die Zeit vergeht wir im Flug.

Heute habe ich mich etwas herausnehmen können und hatte Zeit, noch ein paar Dinge zu klären für die kommenden Wochen. Es ist zwar noch Juli, aber die Kirmes, unsre geplanten Aktionen für die Seligenthaler Kirche und vieles Andere sind gar nicht mehr fern und müssen geplant werden. Was rechtzeitig bedacht wird, kann man dann ruhiger angehen. Es ist schon großartig, was man per Mail oder anderen Nachrichten fern der Heimat klären kann.

Die Andachten werden immer schöner. Die Melodien sind zunehmend bekannt und der Gesang wird viel kräftiger.

Heute waren am Vormittag wieder Gruppengespräche. Am Nachmittag haben alle an einer Rallye über das Gelände teilgenommen. Es ging um die Anfänge von Taize. Der Gründer Frere Roger wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Es wurde deutlich, dass sein Anliegen der Versöhnung (damals zwischen Franzosen und Deutschen, den verschiedenen Kirchen) und der Versuch eines einfachen, aber gemeinsamen Lebens heute noch genauso aktuell ist.

Im Übrigen merkt man an den gesprochenen Sprachen (und Lesungen) die Vielfalt der Herkunftsländer: China, Emirate,  Afrika, Russland, Süd – und Nordamerika, sowie fast alle europäischen Staaten.

Wir denken schon langsam an die Heimfahrt und haben heute schon mal eingekauft, dass am Sonntag unterwegs niemand hungert.

Wir können ja mal versuchen, ob wir etwas Hitze mitbringen können. Heute warten es wieder 31° im Schatten.  Viele Grüße!

Der erste ganze Tag in Taize…

… ist nun vorüber. Vieles gestern noch Neue ist nun schon vertrauter. Heute morgen wurden alle in Gruppen eingeteilt. Für den Anfang war es recht gut, weil die Gespräche in den Gruppen zwischen Schwaben und uns gut verständlich waren. Das einführende kleine Referat über den barmherzigen Samariter war in Englisch, aber das Wesentliche dürften alle verstanden haben. Morgen wird dann simultan übersetzt, weil noch Polen, Spanier und Italiener in die Gruppen kommen.
Nach einer Vorstellungsrunde wurden verschiedene Fragen erörtert. Frank und ich sind jeweils auch als Gruppenleiter tätig.
Am Nachmittag sollten die Kleingruppen ein Theaterstück entwickeln, in dem es darin geht, wie man Vorurteile und Streitigkeiten überwindet. Ich war begeistert von den Einfällen unserer Leute und der Schwaben. Es war echt sehenswert. Die Gruppen haben es sich gegenseitig vorgespielt. Am Abend wurde es nach der Andacht wieder laut, denn vor allem die Spanier und Italiener haben mit ihren Songs für tolle Stimmung gesorgt.
Bis morgen Euer Dietmar
P.S. Bilder lassen sich hier nicht veröffentlichen. Aber ich habe genug gemacht.

Wir sind gut in Taize angekommen

…und haben zwei große Zelte bezogen. Es geht allen sehr gut.

Die Bilder lassen sich hier nicht hochladen – jedenfalls jetzt nicht. Es sind wahrscheinlich zu viele Handys im Netz.

Wir haben gut gegessen und dann die erste Andacht besucht, die bei fast allen sehr gut angekommen ist. Es ist sicher für den einen oder anderen erst gewöhnungsbedürftig, eine längere Zeit der Stille auszuhalten, wenn man das gar nicht kennt.

Morgen werden unsere Leute an der Gruppenarbeit teilnehmen. Ich werde dann nicht mehr so viel berichten, denn wir Erwachsenen wollen eigentlich in den Gesprächsgruppen nicht dabei sein, damit sie sich auf ihre eigene Weise verständigen können. Ich melde mich aber auf jeden Fall wieder.

Ruhetag…

Heute gibt es nicht so viel zu berichten, denn es war ein ruhiger Tag, an dem einige noch einmal in der Stadt waren, einige im Bad nebenan und nicht wenige haben ihre T-Shirts gewaschen. Alina und Tabitha  hatten sich Freundschaftsringe gekauft und so musste eine kleine “Trauung” vollzogen werden…
Am Abend sollte unser Abschlussessen in Avignon das große Highlight werden. Wir hatten ein Barbecue mit dem Koch abgesprochen. Es sollte etwas Fisch geben und dann noch Fleisch und Pommes. So hatten wir es jedenfalls verstanden. Unser ansonsten so cooler Koch hatte aber seine Probleme. Er bekam nur eine kleine Menge Pommes hin  und der Fisch: Sprotten gegrillt.
Für die Franzosen am Nebentisch eine Delikatesse, für unsere Kids nicht der Bringer. Nach mehreren Runden  Pommes waren dann die meisten doch noch satt geworden. Zum Glück hatten wir genügend Tee zum Trinken am Zelt. Aber so sind nun mal die verschiedenen Geschmäcker. Was für die Franzosen eine Köstlichkeit ist, ist für uns nicht unbedingt das Großartigste. Wir haben die Fische dann an den Nebentisch gegeben., wo sie trotz großer Mengen gerne gegessen wurden…Lustig war es dann aber trotzdem. Morgen früh brechen wir auf nach Taize.

wir sind dann mal weg…