Wenig Saale viel Fahrt 28. August 2020

Beim ins Bett gehen unkte Frank schon: „Morgen gibt’s Regen, sagt meine App!“ Und er hat es auch erfolgreich heraufbeschworen um 5.29 Uhr setzte ein sanfter Regen ein. Aber er begleitet uns nur bis zur Andacht und zum Frühstück. Frank konnte die Crêpes schon im Trockenen herstellen. Kraftvoll wie das Frühstück schien auch die Sonne und legte die Zelte trocken. Nach dem Verpacken aller Utensilien ging es auf die Saale. Daniela und Frank setzten heute die Autos um und ich mich ins Boot. Rebekka war so freundlich mich heute wieder mitzunehmen. An der Basisstation von Joni vorbei erlebten wir auch noch eine Schleuse. Und dann ging es aus dem Wasser. Also nach knapp 8 km Saale. Dann ging es noch auf eine kurze Zeitreise nach Goseck zum Sonnenobservatorium aus der Steinzeit ca. 7000 Jahre alt. Dort wurde uns von Frank die Zusammenhänge erklärt, was nicht unbedingt auf ungeteilte Aufmerksamkeit stieß. Mit einem Vaterunser im Kreis, eine sehr spezielle Erfahrung, ging es in die Autos. Jakob verabschiedete sich noch, da er möglichst schnell nach Fambach musste und Frank ihn mitnahm. Die beiden Busse fuhren mit den Booten im Schlepptau zunächst nach Jena, um bei Joni noch seine Freundin und Wechselklamotten zu holen (und seine Wohnung zu inspizieren). Dann ging es auf die Autobahn und in Richtung Heimat. Um 18.30 erreichten wir Seligenthal. Und wurden von Anette Recknagel nett empfangen. Wenn da nicht ein kleines technisches Problem gewesen wäre…. Nun so wurde es um einiges später für die Crew.

Es war eine gelungene Fahrt, von der sicher noch lange gezehrt werden kann in der Coranazeit 😊

Das war’s. Euer Anton Becker

Von Döbritschen nach Naumburg 27. August 2020

Die Nacht wurde in den großen Zelten für manch einen eine Herausforderung. Aber der morgen gestaltete sich recht entspannt, da wir keine Zelte abbauen mussten. Joni, der bislang die Führung auf dem Wasser übernommen hatte, musste für den Vormittag nach Jena. Jakob übernahm perfekt. Es war heute die längste Tour der Reise. Fast 33 km Saale waren zu bewältigen. Es ging nicht ohne eine beinahe Kenterung und eine Kenterung ab. Aber das einzige, was dabei passierte, waren die nassen Klamotten hinterher. Das Mittagessen hielt Frank in Bad Kösen bereit. Danach machte er sich mit auf das Wasser, während Sophie, Daniela und ich die Autos holten und zum Campingplatz nach Naumburg brachten. Das ging etwas länger, da ich zunächst den falschen Zielort in das Navi eingegeben hatte. Für das Abendessen auf dem sehr schönen Campingplatz sorgte Daniela: Spätzle mit Käsesoße. Nach der meditativen Andacht war es recht bald still in den Zelten und die großen Paddler vor dem Herrn schliefen bald. Nach den Absprachen für den morgigen letzten Tag bei einem Gläschen Unstruth-Wein ging auch für die Leitung der Tag zu Ende und die Isomatte ruft jetzt auch nach mir.

Liebe Grüße Euer Anton Becker

Mit dem Wind von Porstendorf bis Döbritschen

Heute begleitete uns den ganzen Tag auffrischender Wind. Aber er blies uns in den Rücken, jedenfalls zu meist. Nach der Tagesimpuls und dem Frühstück ging es auf die kürzeste Strecke der Reise, die heute zu paddeln war. Ein Teil durfte ich sogar dabei sein. Joni warnte uns zu Beginn der Fahrt vor herunterfallenden Ästen. Doch da wir uns an seine Anweisung hielten und in der Mitte der Saale fuhren ging keine Gefahr davon aus. Einige Engstellen entstanden durch umgestürzte Bäume, aber auch sie waren nur eine Herausforderung und kein Problem. Zum Abschluss der Fahrt kam auch die erste Kanurutsche. So mussten die Kanus nicht umgesetzt werden, sondern sie glitten in die nächste „Etage“. Da noch einiges an Zeit vom Tag übrig war, wurden Spiele gemacht, die Boote mit Nummern versehen und natürlich gekocht. Heute gab es Chili con carne. Und für unsere Vegetarierinnen (und nicht nur für diese) ein Chili sine carne. Diese Nacht verbringen wir in Mannschaftszelten. So ersparen wir uns Auf- und den Abbau unserer Zelte, was für den morgigen Tag ganz gut ist, da uns 33 Flusskilometer bevorstehen.

Die gesamte Mannschaft hat gute Laune, was sich auch beim Abendimpuls zeigte, als mitten ins Vaterunser ein Handy klingelte und alle ihren Spaß hatten, ohne die Andacht zu verlieren.

So nun werde ich auch langsam mich in Richtung Schlafstätte begeben, denn auch morgen will ich wieder ein Stück dabei sein -auf dem Wasser.

Bis Morgen Euer Anton Becker

Sorry, die Bilder sind nicht chronologisch, sondern nach Größe sortiert 🙂

Zu land und zu Wasser 25. August 2020

Jena nach Porstendorf (~2,5h)

Alle waren wir uns einig, als wir uns am morgigen Frühstück in trauter Runde einfanden: Ja, die Nacht war wider Erwarten ungemein kalt, Muskelkater inklusive. Jenem sollten wir heute aber die Stirn bieten, denn es sollte zunächst eine stramme Wanderung zum stadtnahen Aussichtspunkt Napoleonstein erfolgen. Dies ist ein Denkmal an die Schlacht bei Jena und Auerstedt und liegt auf dem Windknollen, nordwestlich von Jena. Von dort haben wir, durch gute Wetterbedingungen, eine weite Aussicht auf das Saaletal. Nachdem wir auf der Hochfläche eine kurze Pause eingelegt hatten, ging es wieder zurück durch das sich angrenzende Wäldchen, welches Lebensräume für die hier einheimische Tier- und Pflanzenwelt bereithält.
Zurück in unserem Camp wurden die restlichen Utensilien, wie Paddel und Schwimmweste, für unseren weiteren Tagesablauf, gepackt. Und auf ging’s in die zweite Runde unserer Kanutour. Auch heute wieder waren wir wieder fasziniert von den wunderhaften Wasserwegen. Joni verlangte heute von uns Freizeitteilnehmern alles: Wir sind die Saale ein stückweit flussaufwärts gefahren. Dies verlangte neben starken Nerven, Ausdauer und Kraft, vor allem Teamgeist, Empathie und Kommunikationsketten. Denn wir passierten durch äußerst mangrovenartige Wasserwege, um zu unserer Kanuanlegerstelle zu gelangen. Die hier anzutreffenden Hürden, wie hinabhängendes Geäst und Blätterwerk, haben uns heute nochmal mehr zu einem umsichtigen Team zusammenwachsen lassen. Einige von uns haben Ängste oder Zweifel, durch positives Zureden überwunden, und somit an Selbstwertgefühl gewonnen.
Unser Abendessen verbrachten wir, witterungsbedingt, gemeinsam in einem großen Zelt auf dem Campingplatz Rabeninsel Porstendorf. In ein paar Minuten erfolgt eine kleine Abendandacht durch unsere Teamerin Jela. Danach werden wir ein wenig früher ins Bett gehen wie gestern und wohl tief und fest schlafen. Bis morgen !

Diesem Bericht von Daniela nur weniges ergänzen. Frank und ich haben uns wieder um die Versorgung und um das Umsetzen der Autos gekümmert. Auch waren zwei von unseren kränkelten Mitreisenden zu versorgen. Für ein leckeres Abendessen, diesmal ein vegetarisches Kuskus (gut scharf), sorgte Jela mit bewährter Hilfe. Caro musste leider abbrechen und wurde abgeholt, was aber nicht durch die Fahrt bedingt war. Es tut uns leid, dass sie heim musste.


Morgen möchte ich auch mal mit aufs Wasser. Ich hoffe es klappt.
Deshalb nur noch den Bericht hochladen und dann ins Bett, damit ich mit den anderen morgen mithalten kann

Liebe Grüße Euer Anton Becker

Nachtrag zum 24. August 2020

Montag, 24.August 2020- Orlamünde nach Jena (~5,5h)

Nach fachmännischer Einweisung von Joni, einem unserer Freizeit-Teamer, paddelte unsere Gruppe in Zweier- und Dreierkanus munter und abenteuerlustig los. Einige hatten bereits Vorerfahrungen hierin, andere erprobten ihre neu gesammelten Kenntnisse direkt im Praktischen aus. Bereits nach wenigen Minuten kenterte bereits ein Grüppchen ganz plötzlich. Die frische Abkühlung des Flusses sollte die Freude und den Spaß an der Tour jedoch nicht mindern. Stattdessen wurde herzhaft gelacht und sich gegenseitig beim Umwuchten der Kanus tatkräftig beigestanden. Ein ganz schöner Kraftakt, insbesondere dann, wenn einige Wassermengen den Innenbereich des Kanus erfasst haben! Kurze Verschnaufspause für die -mehr oder minder freiwilligen- Wasserratten und schon….ging’s weiter inmitten die wilde Schönheit der Natur. Mangrovenartig und zauberhaft wölbten sich Bäume eng an eng am Flussrand. Man gewann den Eindruck sich in einer anderen Welt zu befinden.
Am ersten Umstiegsplatz in Rothenstein kräftigten wir uns dann mit ein paar Würstchen, Brötchen und jaaa…schwedischen Haferplätzchen- eine kleine Hommage an die diesjährig leider Pandemiebedingte, ausgefallene Jugendfreizeit. Köstlich!
Da wir noch einige Flusskilometer vor uns hatten, verstauten wir alles wieder in den Kleinbussen, die auf paralleler Landroute zu unserem eigentlichen Ziel, dem Campingplatz nach Jena, fuhren. Wir selber machten uns bereit und paddelten eifrig, wie eh und je an einigen der Naturschutzgebiete vorbei. Der Blickwinkel vom Wasserweg aus ermöglichte uns auch eine kleine Ansammlung von Eisvögeln ungestört an ihren Brutplätzen, zu betrachten. Eine absolute Seltenheit auf jene Vogelart zu treffen!
Unser Kanuweg führte uns weiter vorbei an idyllisch gelegenen Wasserpfaden, die nach mehreren Wehrübersetzungen volle Fahrt nehmen konnten. Am Ende des Tages kamen wir an unserer ersten Übernachtungsmöglichkeit nun endlich an: dem Campingplatz von Jena.
Hungrig von der Fahrt war die Arbeitsaufteilung schnell klar: Gemeinsam Zelte aufbauen und Sitzecken für das Abendessen anrichten. Den Rest des Abends ließen wir harmonisch ausklingen, während die Teamer über den morgigen Tag beraten sollten.

Daniela Wagner

Der Start

Etwas verzögert ging es heute los. Am Gemeindehaus hatten sich alle versammelt, wie man auf dem Gruppenbild sehen kann, wohlgemut. Die Fahrt nach Kala ging ohne Probleme, niemandem wurde schlecht… In Kala erwartete uns Joni, der den Einstieg organisierte. (Wie er heute Abend erst verriet, hat er heute auch Geburtstag) Da die Autos zum Pausenort Rothenstein umgesetzt werden mussten, kann ich nicht aus eigener Erfahrung berichten, aber kurz nach Beginn der Tour hat ein Dreierboot sich zu weit auf eine Seite gelehnt 😊Es soll sehr nass gewesen sein. Aber Daniela hat versprochen morgen einen kurzen Bericht zu liefern, wie so die Fahrt war. In Rothenstein, sehr idyllisch gelegen, haben wir uns mit Würstchen gestärkt. Für Frank und mich ging es weiter mit den Autos. Die Ankunft in Jena war auch für die Bootsfahrer unspektakulär, aber sie machten alle einen zufriedenen Eindruck. Dann wurden die Zelte aufgebaut und da Abendessen gekocht (Gulasch aus der Dose, nicht gerade Bocuse, aber es gab auch eine leckere vegetarisch Tomatensoße, die Frank zauberte).
Dass es heute Abend relativ schnellstill auf dem Platz wurde, zeigt, dass sich die Jungs und Mädels wohl doch anstrengen mussten.
Für mich wird es jetzt auch Zeit.

Bis Morgen Euer Anton Becker

Morgen geht es endlich los

Ich schreibe mich schon einmal warm, deshalb schon heute der erste Beitrag. Schließlich soll es morgen dann auch klappen mit den Bildern und dem Bericht.
Die Sachen sind weitgehend gepackt. Die Boote und der Versorgungshänger steht bereit und wartet auf den Startschuss. Der erfolgt morgen um 9.30 Uhr. Zuvor werden wir noch das obligatorische Gruppenfoto machen, damit Ihr auch sehen könnt, wer dabei ist.

Liebe Grüße Euer Anton Becker

letzter Abend in Taizé

Bevor wir abgefahren sind, haben wir noch an der „Lichterkirche“ teilgenommen.  Es war eine sehr entspannende und schöne Andacht, bei der nun zum Tragen kam, dass wir und die Anderen die Lieder kräftig und laut mitsingen konnten. Der Klang der ca. 3500 jungen Leute klingt einem sicher noch lange im Ohr. Kleine Kinder sitzen bei den Brüdern und geben das Licht weiter an die Besucher des Gottesdienstes. 

Danach um 21.45 Uhr sind wir gleich losgefahren.
Um Taizé hatten sich schon verschiedene Gewitter zusammengezogen. Ich war froh, dass wir nun nicht mehr in einem Zelt schlafen mussten. Mit dem Auto musste man zwar langsam fahren, aber ich vermute wir hätten Probleme gehabt, in unseren Zelten zu bleiben. Da wir schon Erfahrung haben mit Gewittern in dieser Gegend, die meist mehrfach kommen, ist uns bewusst, dieses Mal haben wir es diesbezüglich gut getroffen. 

Die Fahrt lief sehr gut und so sind wir um 8.30 Uhr – Gott sei Dank – wieder gut in Seligenthal gelandet. Ein Mädchen war zu einem Sprachkurs in Frankreich geblieben. Alle Anderen hatten wir dabei und wurden glücklicherweise von den Eltern wieder mit nach Hause genommen 🙂 .

Einen ganz ganz besonderen Dank auch noch einmal an unsere beiden großartigen Ehrenamtlichen Joni und Robin! 

vorletzter Tag in Taizé

Heute kann ich wirklich nicht so viel berichten: All waren in die verschiedensten Gruppen aufgeteilt und haben einen Bibeltext und verschiedene Themen besprochen. Max aus KSM hat sogar eine Gruppe älterer Jugendliche geleitet.

In der Kirche merkt man, dass es dem Wochenende zugeht, denn es wird viel kräftiger gesungen. Soweit ich sehe, gefällt die einfach Art der Andacht allen recht gut, es ist viel Musik und eben jeweils Stille. (Drei Mal am Tag eine knappe Stunde ohne Handy und sonstige Ablenkung. Das ist schon eine erstaunliche Leistung. Sonst können sie sich das kaum vorstellen. Es geht eben, weil sich alle daran halten. Zudem sind nur in der Kirche Steckdosen. Dort kann man die Zeit nutzen, dass sie dann wieder geladen sind.

Heute Abend hatte Karl seinen großen Auftritt. Die Spanier waren noch nicht da und so konnte er gut mit den Leuten singen. Also unsere Talente sind doch gar nicht so schlecht. Das Problem ist nur, dass man Lieder singen muss, die alle kennen. Heute gab es sogar Wunschkonzert für unsere Mädchen.

Morgen werden wir zu Mittag das hiesige Essen ausfallen lassen und Essen gehen. Leider hat die Gastwirtschaft in Cluny nicht genügend Platz für uns. So werden wir uns das Essen einpacken lassen und draußen essen.

Die Temperaturen sind schon extrem. Mittlerweile kühlt es abends nicht mehr richtig ab. So haben wir uns nun entschlossen schon morgen Abend loszufahren. In der Nacht dürfte es besser sein mit der Fahrt, als im Stau zu stehen.
Wenn alles gut geht sind wir dann am Vormittag in Seligenthal am Gemeindehaus. Die Zeit schreibe ich rechtzeitig hier in den Blog.
Es ist so, wie ich am Sonntag vor zwei Wochen gesagt habe. Es ist jetzt die Zeit, wo man sich wieder auf das eigene Bett freut, auch auf die Rouladen von der Oma oder die Schnitzel von der Mutter.
Wie ich sehe, möchten eigentlich alle wieder in die Familie aufgenommen werden und wir würden sie auch bei Euch abgeben. Auch wenn sie wirklich eine ganz tolle und nette Gruppe waren 🙂 . Morgen abend komme ich nicht zum Schreiben, denn da fahren wir ja schon los. Die Nachrichten, wo wir uns befinden sende ich dann vom Handy.

Bis demnächst
Euer Dietmar

wir sind dann mal weg…