In Rostock angekommen, nach einer für viele unruhige oder gar schlaflosen Nacht, ging es in die Autos und runter von der Fähre. Vier von uns Fahrern hatten den Vorzug in einer Kabine unterzukommen, die uns ein Mensch gespendet hat. Damit gab es genug ausgeschlafene Fahrer. Zunächst ging es zum Terminal, wo drei unserer Mitreisenden abgeholt wurden, die mit ihren Familien auf weitere Urlaubsfahrt gingen. Als zwei weg waren, stellten wir fest, dass wir die Ausweise noch hatten. Ja, Reisen enden manchmal ähnlich, wie sie beginnen. Nun ging es auf die Autobahn. Wir steuerten einen Rasthof an und kochten Kaffee und bereiteten das Frühstück zu. Nach ein paar weiteren technischen Pausen und einer längeren Regenerationspause und Fahrerwechsel, erreichet unser „Schlafwagenexpress“ das Gemeindehaus in Seligenthal.
Das Gepäck wurde entladen und sich verabschiedet. Es war eine schöne Fahrt, so waren sich alle einig und nach und nach verließen die Jugendlichen mit den ihren den Platz.
Uns blieb/bleibt noch das Auspacken der restlichen Dinge, die Endreinigung der Autos und das Abgeben. Johann und ich haben das schon alles hinter uns Frank, Martin und Immanuel werden die Autos morgen früh nach Bad Salzungen bringen.
Der Reiseblog endet für diese Reise mit diesem Bericht nach rund 3400 gefahrenen Kilometern. Es werden noch ein letztes Mal Bilder hochgeladen und dann können Sie sich auf die nächste Reise und den nächsten Blog im nächsten Jahr freuen.
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Der erste Rückreisetag
7.30 Uhr war Wecken angesagt. Das letzte Mal Frühaufstehen war am Anreisetag in Trelleborg. Alle kamen in die Gänge und das Auf- und Ausräumen des Hauses lief gut. Während des Packens wurden Toastbrote getoastet und mit Käse überbacken. Diese dienten für uns als Grundlage für die Brote, die wir auf die Fahrt mitnehmen wollten. Es gab auch gebratene Eier, die dann mit Genuss verspeist wurden. Wir bekamen ein großes Lob von der Hausbesitzerin. Sie hätte noch nie eine Gruppe gehabt, die die Räume so gut aufgeräumt hinterlassen haben. Das ist doch ein Wort, auf das die Eltern auch stolz sein können. Es ist natürlich klar, dass einige mehr gemacht haben und einige diesen den Vortritt ließen. Nachdem alles in den Autos verpackt war, ging es noch in die Kirche zu den Gedanken zum Tage und zum Reisesegen. Danach ging es los. Zunächst wollten wir noch eine Burg besichtigen doch die Pause, die zur Nahrungsaufnahme gemacht wurde, wir hielten an einem klassischen schwedischen Restaurant mit einem König im Titel, war etwas ausgiebiger und es kam auch ein Gewitter auf. So fuhren wir weiter. Auf der Fahrt kam ein mächtiger Regenguss. Wir tankten an der gleichen Stelle, an der wir beim Ankommen gefrühstückt hatten. Dann ging es weiter. Kurz vor Trelleborg fuhren wir an einen Rastplatz direkt an der Ostsee. Dort wurde das Abendessen eingenommen ans Meer gegangen und Volleyball gespielt. Wir sahen sogar, wie unser Fähre Trelleborg anlief. Nun machten wir uns auf den Weg auf die Fähre. Dieses Mal klappte alles auf Anhieb. Die Sitze wurden bezogen. Und damit morgen alles klappt werde ich den Bericht auch hier enden lassen und die ein oder andere Mütze Schlaf suchen. Morgen mehr.
Nachtrag
Die Jagd nach Souvenirs
Heute war der letzte ganze Tag in Schweden. Die Gedanken zum Tag von Frank leiteten zum Frühstück über. Dann ging es nach Växjö, um noch ein letztes Mal die Möglichkeit zu nutzen und ein paar Souvenirs zu kaufen. Zunächst im großen Einkaufzentrum und dann in der Stadt. Es wurde noch ein Stopp im Supermarkt eingelegt, um sich für die Rückfahrt zu rüsten. Wir waren hauptsächlich in kleinen Gruppen unterwegs. Das zeigt sich auch an den Bildern. Es sind wenige. Auch der Bericht könnte jetzt noch auf die einzelnen Aktivitäten eingehen, wie Sport, Spiel, Unterhaltungen, Handarbeit und Musikunterricht. Auch das Abendessen wäre sicherlich noch näher zu beleuchten, aber das lasse ich heute. Eins ist zu erwähnen: Die Aufbruchstimmung macht sich langsam breit. Ein jeder hat da anderer und auch oft gespaltene Gefühle, zwischen Freude und Trauer ist alles dabei. Und nun gehe ich ans Packen.
Ausschlafen und Brunchen
Heut ging es gemächlich zu. Frühstück gab es ab 9.00 Uhr und ging nahtlos ins Brunchen über. Die Zeit, die zur Verfügung stand, wurde nicht ganz ausgekostet. Vier von uns gingen einkaufen, da es ein schwedischer Abend/Tag werden sollte. Es war für das Abendessen Köttbullar angedacht mit Sahne-Pilzsoße, Kartoffelpüree und Preiselbeeren. Dazu brauchten wir Hack, das man ja nicht schon lange vorher kaufen kann. Nach der Rückkehr der Einkaufenden ging es für manche an den See, einige blieben noch in der Unterkunft und zwei Busse fuhren zu einer alten Schiefermine. Als wir dort ankamen, fanden wir hinter einem Maschendrahtzaun zwei ca. 20 m tiefe Einschnitte vor, auf deren Grund ein Steg und eine Plattform war. Hinweisschilder führten uns dann nach unten über einen Weg, dann Treppen und zum Schluss einen langen Tunnel, an dessen Ende man das Licht sah. Dazwischen war es finster und kalt. Seit 1868 wurde Schiefer abgebaut, er wurde in 400 kg Blöcken herausgelöst und man kann ihn in ganz Südschweden verbaut finden. Nach einem Abstecher in einen Schieferkeller ging es zurück. Zuhause wurde währenddessen der Småländsk ostkaka vorbereitet, der auch Katthulter Käsekuchen genannt wird. Er war noch nicht ganz fertig als die Grottenbesucher zurückkamen. Als es dann soweit war, ließen wir uns ihn schmecken. Es wurde noch mal geschwommen und auch ein Film angeschaut, doch die Vorbereitungen der Köttbullar begannen auch schon. Die Zwiebeln und die Pilze mussten geschnitten werden, die Fleischbällchen gerollt und sowohl das Sauerkraut (für unsere Vegetarier und allen denen Sauerkraut gut schmeckt) als auch das Kartoffelpüree vorbereitet werden. Immanuel leitete das Abendessen mit ein paar Gedanken zum Tage ein und dann wurde alles verspeist. Anschließen gingen manche zum Joggen, der Voleyball wurde gesucht, gespielt wurde und ich werde endlich versuchen am gleichen Tag ins Bett zu kommen, wie ich aufgestanden bin. Wenn Johann sich durch die Aufnahmen gewühlt hat werden die Bilder noch angefügt und dann heißt es Gute Nacht.
Das Baltische Meer
Der Morgen begann für eine kleine Gruppe anders als sonst. Sie bereiteten den Geburtstagskuchen für unser Geburtstagskind vor. Die Vorbereitung zum Frühstück liefen parallel dazu. Nach den Gedanken zum Tage gab es noch die Ansagen und das Geburtstagsständchen. Danach ging es Richtung Ostsee los. Hier heißt es Baltisches Meer. Zunächst auf einer geteerten Straße, dann gab es aber auch ein Stück, das mich stark an einen befestigten Waldweg erinnerte. Nach einem Tankstopp und einem Fahrerwechsel kamen wir nach gut zwei stunden am Meer an. Der Volleyball wurde mitgenommen und es fand sich auch das zugehörige Feld am Strand. Dort wurde dann auch mit und gegen schwedisch Jugendliche gespielt. Das Baden und Spielen im Meer kamen auch nicht zu kurz. So ging die Zeit sehr schnell rum und wir machten uns wieder auf in den Autos nachhause. Hier wurde die Käse-Lauch-Suppe vorbereitet. Nach dem Essen und dem Aufräumen der Küche, saßen alle in unterschiedlichen Gruppen zusammen. Es wurde geredet, Videos geschaut und auch einfach abgehangen. Einige waren aber auch am Trainieren. Dann wurde wieder mit dem Werwolfspiel begonnen. Da morgen ein Brunch und insgesamt ein ruhiger Tag werden soll, kann sich die Bettruhe sehr nach hinten ziehen. Ich werde schauen, dass ich mein Schlafdefizit reduziere und Wünsche eine gute Nacht.
Michel, der hier Emil heißt…
Wie gestern schon durch den Film vorbereitet, sollte es heute nach Katthult gehen, dem Heimatort von Astrid Lingrens Michel. Zunächst waren das Aufstehen, die Tagesgedanken und das Frühstück. Nach knappen ein dreiviertel Stunden waren wir vor Ort. Dort angekommen erfuhren wir on Frank, dass hier der Michel Emil heißt. In Deutschland war der Name aber schon durch Emil und die Detektive belegt. Alle schwärmten aus und sahen den Tischlerschuppen, das Bauernhaus und die Stallung. Es war interessant das filmisch Gesehene in live nun betrachten zu können. Über einen kurzen Zwischenstopp bei einer Goldwaschstelle, ging es zur Sicherstellung Versorgung nach Vetlanda. Zuhause angekommen wurde das Badezeug gepackt und es ging zum Schwimmen. Andere spannten aus, oder duschten. Heute wurden nur Nudeln gekocht und sonst wurden Reste verwendet. Es war trotzdem ein reichhaltiges Abendessen. Nach eine wenig Gitarrenspiel wechselte das Spiel zu Werwolf. Dies ist noch im vollen Gange. Das Ende werde ich nicht abwarten, denn morgen geht es an die Ostsee. So wünsche ich eine gute Nacht.
Altschweden
Heute war ein geruhsamer Beginn. Neun Uhr war das Aufstehen angesagt. Ein paar Gedanken zum Sonntag leitete über zum Frühstück. Dann ging es auf Sightseeing. Per Gummibärchenlosverfahren wurden vor der Abfahrt die Busbesatzungen neu bestimmt. Granhult Kyrka war das erste Ziel. Seit 1220 steht dieses Gotteshaus und ist komplett aus Holz. Es war sehr beeindruckend. Anschließend ging es zu einer der ältesten Städte Schwedens: Eksjö. Dort ist die Gamla Stad. Es ist das größte Areal von alten Holzhäusern das es in Schweden gibt. Interessant sind die Innenhöfe in denen es auch kleine Geschäfte und Cafés gibt. Die Kirche war leider geschlossen. Nach zwei Stunden Zeit in Eksjö ging es zurück. Es wurde das Paprikahühnchen und Reis zubereitet. Neben Couscoustalern gab es auch noch Rote Beete-Carpaccio. Nachdem die Küchencrew einen guten Job gemacht hatte, schauten wir uns noch einen Michel-Film an, als Vorbereitung für den morgigen Besuch auf dem Katthulthof. Nach dem Filmende leerte sich der Gemeinschaftsraum in ungeahnter Geschwindigkeit. Jedoch ging es an anderen Stellen weiter. Man traf sich zum Werwolfspielen und zum Pumpen. Und ein Teil fand recht schnell ins Bett. Dorthin werde ich mich jetzt auch begeben.
Der Umzug
Die Tage des Paddelns sind rum. Um sieben Uhr, nach einer viel zu kurzen Nacht ging es an den Zeltabbau. Alles, was nicht noch für die kurze letzte Tour benötigt wurde, wurde eingepackt und zu den Autos gebracht. Dort war auch schon unser Frühstück zubereitet. Nach den Gedanken zum Tage von Frank und dem Frühstück ging es zurück zu den Booten und auf das Wasser. Gemeinsam als Gruppe schafften wir die letzten Kilometer. Es heißt ja, dass 5% Verlust normal sind, wir kamen mit weniger aus. Auf den letzten fünf Metern ging noch eine Brille verloren. Was noch ein wenig Unruhe nach sich zieht. Aber auch da hoffe ich auf die doch gute Gruppe. Die ersten Schritte sind schon getan. Die Boote wurden gereinigt und nach der Brile getaucht. Die Tauchgänge verzögerte unsere Abfahrt ein wenig. Auf der Straße ginge es dann in Richtung Süden. Nach einer Strecke von rund 350 km kamen wir im Asa Vadrarhem an. Unterbrochen war die Fahrt nur durch zwei Tankstopps und einem Einkaufsstopp. Das Heim wurde begutachtet und es wurde Quartier gemacht. Essen, es gab Chilli con und sine carne mit Reis, wurde zubereitet und verspeist. Dazwischen wurde das gemacht, was wohl allen am Herzen lag: geduscht, und ja, die wassergespülte Toilette wurde wertgeschätzt. Ein langer Tag findet nun ein Ende. Noch die Bilder, die Johann noch aufbereitet und dann heißt es auch für uns beide: Gute Nacht.
Wer sein Boot liebt, der schiebt…
Der Tag begann nach wiederum einer frischen Nacht wieder nahrhaft. Zunächst gab es Gedanken zum Tage von Immanuel und dann gab es Frühstück mit „Bud Spencer Gedächtnis Bohnen“. Frank war in der Nacht noch lange zugange, hat ihn zubereitet und im Dutchoven in der Feuerstelle garen lassen. Er fand einen guten Zuspruch. Wieder wurden Brote geschmiert und Trinken abgefüllt und dann ging es los. Nach einem fliegenden Wechsel des Steuermanns und des Antriebmatrosen auf einem Boot, kamen wir an die erst Umtragestelle. Zunächst stärkten wir uns mit den zubereiten Broten und machten eine Pause. Dann mussten unsere auf die Slipwagen gestellten Boote einen längeren Weg schieben, um nach dem Wehr wieder ins Wasser zu gelangen. Hätte jemand auf Google Maps die Route geplant, dann wäre er von einem Stau vor dem Anleger gewarnt worden. Nach dem alle sich auf eine größerer Strecke verteilt hatten, sammelten wir uns wieder. Und, da der Wind günstig stand fuhren wir, alle dreizehn Boote, ganz ohne Muskelkraft wieder eine Strecke durch unser provisorisches Segel getrieben. Wir erreichten dabei immerhin in der Spitze bis zu 5,5 km/h. Nach dem der Verband sich wieder aufgelöst hatte, erreichten wir den Boxenstopp und die zweite längerer Umtragestelle. Dort erwartete uns Frank und wir konnten unsere Trinkflaschen nachfüllen, was an den schönen, aber doch auch recht warmen Tag nötig war. Nachdem wir den zweiten Umtragestau überwunden hatten, ging es auf das letzte Stück des heutigen Tages. Auf der Tour wurden zwei Hechte gefangen, die aber nicht die richtige Größe hatten. Als wir alle da waren, bei einem Boot hatte sich der der Köder verfangen und musste durch eine Tauchaktion gerettet werden, gab es Badespaß und dann auch Abendessen. Nun machten sich Frank, Martin und Johann auf, die Autos zu holen, damit wir sie morgen beladen können und mit leichten Booten die letzte Stunde der Kanutour anzutreten. Unsere neuen Bekannten, sie kommen übrigens aus dem Saarland und Hamburg, nicht aus Köln, habe uns noch zu einem Hechtsnack eingeladen, zu dem ich noch gehen will, wenn ich mit dem Schreiben fertig bin. Ich bin gespannt, ob die paar Angler von uns, die noch einmal raus sind auch noch etwas gefangen haben. Nun werden die Bilder noch aufbereitet und dann ist auch dieser Bericht zu Ende. Mal sehen, was Morgen bringt.