Morgenstund hat Gold im Mund

So heißt es. Aber in einem bekannten Lied geht es weiter mit: …doch damit siehst Du auch nicht besser aus.. Unsere Morgenstunde begann um 4.30 Uhr aufstehen, zusammenpacken und dann Treffen mit allen bei der Information. 5.10 Uhr war da angesetzt. Klappte auch prima. Der Adrenalinspiegel hatte sich von der Aufregung des gestrigen Tages wieder auf ein Normalmaß gesenkt. Wir gingen zu den Autos und fuhren vom Schiff. Die schwedischen Grenzbehörden wollten von uns nichts und so trafen wir uns zum Frühstück an einem Autohof. ie Würsten, die es gestern nicht gab, wurden warmgemacht und natürlich auch Kaffee gekocht. Brot, Käse und Wurst, wie auch Obst gab es. Allerdings waren alle noch sehr müde. Bei der Weiterfahrt konnte man auch immer wieder geschlossene Augen sehen. Das legt auch die Vermutung nahe, dass der ein oder die andere den Schlafmangel ausglich.
Scheinbar an endlos langen Waldrändern mit vielen Birken ging es entlang. Nach ein paar Stopps, bei nahezu keinem blieb der Volleyball unberührt, kamen wir in Hällefors an. Wir füllten noch unsere Wasservorräte beim Kanuverleiher auf und dann ging es nach kurzem Aufenthalt zum Startplatz unserer Kanutour. Hier wurden die Zelte aufgebaut und Essen vorbereitet. Es gab Hühnersuppe und Gemüsesuppe dazu noch Salat und Brot. Wir sind aber nicht alleine hier. Kaum da kamen auch die „Knörze“, diese netten kleinen Insekten, die sich an uns gütlich tun. Der meiste Insektenschutz hilft reichlich wenig gegen diese Plagegeister.

Aber allem zum Trotz wurde wieder Ball gespielt und die ersten Angelversuche gemacht. Der größte Fang dabei waren einige Hacken und Blinker. Gebadet wurde auch noch. Der herrliche Sonnenuntergang lockte einige zur Betrachtung, aber die meisten sind jetzt schon in den Zelten verschwunden. Und dahin werde ich mich nun auch verabschieden. Bis morgen.

Erster Reise Tag…mit Gottes Hilfe..

Anders als geplant, begann unserer Abreise nicht mit einer Andacht in der Seligenthaler Kirche, sondern mit dem WM-Gottesdienst in Schmalkalden. Dort empfingen wir auch den Reisesegen. Und wie wichtig die Begleitung durch unseren Chef, wie ich Gott gerne nenne, ist wird sich noch in diesem Bericht zeigen. Zunächst ging es über Floh zurück und über den Berg nach Tambach. Dort ergänzten wir unseren Propangasvorrat. Es lief danach, mit technischen Stopps, gut bis wir auf Höhe von Berlin in einen Stau gerieten. Darauf noch eine Vollsperrung der Autobahn. So kamen wir erst um halb neun im Fährterminal Rostock an. Das bedeutete, dass wir nicht mehr unsere Würstchen warm machen konnten. Aber Brot und Käse tuts auch, in Verstärkung mit Bananen. Auch die Reste des Mitgebrachen leisteten gute Ernährungsdienste. Nun wurden die Pässe und Ausweise eingesammelt. Alle gaben in ab…bis auf einen. „Ich habe doch die Krankenkassekarte…“ Nun hieß es einen Weg finden. Beim Einchecken hieß es: „Nur mit Ausweis!“ Wie denn… Eine sehr freundliche Angestellte der Stena Line verwies uns auf die Bundespolizei. Während der kleine Bus einchecken konnte, wartete der eine große Bus an dem Terminal und Frank heizte zur Bundespolizei. Zehn nach Zehn war die Deadline. Der zweite Bus wurde kurz davor abgefertigt und dann kam kurz nach 22.10 Frank zurück mit einem Ersatzdokument und einem „neuen eigenen Kind“, so jedenfalls nach den Papieren. Das Schiff wartete und nach der Expressabfertigung waren doch alle auf der Fähre, sodass es morgen weitergehen kann. Was tut der Chef den ganzen Tag? Nur fügen!
Morgen geht es übrigens um 5.00 weiter und deshalb ist jetzt Schluss.
Bis morgen. Anton Becker