Wer sein Boot liebt, der schiebt…

Der Tag begann nach wiederum  einer frischen Nacht wieder nahrhaft. Zunächst gab es Gedanken zum Tage von Immanuel und dann gab es Frühstück mit „Bud Spencer Gedächtnis Bohnen“. Frank war in der Nacht noch lange zugange, hat ihn zubereitet und im Dutchoven in der Feuerstelle garen lassen. Er fand einen guten Zuspruch. Wieder wurden Brote geschmiert und Trinken abgefüllt und dann ging es los. Nach einem fliegenden Wechsel des Steuermanns und des Antriebmatrosen auf einem Boot, kamen wir an die erst Umtragestelle. Zunächst stärkten wir uns mit den zubereiten Broten und machten eine Pause. Dann mussten unsere auf die Slipwagen gestellten Boote einen längeren Weg schieben, um nach dem Wehr wieder ins Wasser zu gelangen. Hätte jemand auf Google Maps die Route geplant, dann wäre er von einem Stau vor dem Anleger gewarnt worden. Nach dem alle sich auf eine größerer Strecke verteilt hatten, sammelten wir uns wieder. Und, da der Wind günstig stand fuhren wir, alle dreizehn Boote, ganz ohne Muskelkraft wieder eine Strecke durch unser provisorisches Segel getrieben. Wir erreichten dabei immerhin in der Spitze bis zu 5,5 km/h. Nach dem der Verband sich wieder aufgelöst hatte, erreichten wir den Boxenstopp und die zweite längerer Umtragestelle. Dort erwartete uns Frank und wir konnten unsere Trinkflaschen nachfüllen, was an den schönen, aber doch auch recht warmen Tag nötig war. Nachdem wir den zweiten Umtragestau überwunden hatten, ging es auf das letzte Stück des heutigen Tages. Auf der Tour wurden zwei Hechte gefangen, die aber nicht die richtige Größe hatten. Als wir alle da waren, bei einem Boot hatte sich der der Köder verfangen und musste durch eine Tauchaktion gerettet werden, gab es Badespaß und dann auch Abendessen. Nun machten sich Frank, Martin und Johann auf, die Autos zu holen, damit wir sie morgen beladen können und mit leichten Booten die letzte Stunde der Kanutour anzutreten. Unsere neuen Bekannten, sie kommen übrigens aus dem Saarland und Hamburg, nicht aus Köln, habe uns noch zu einem Hechtsnack eingeladen, zu dem ich noch gehen will, wenn ich mit dem Schreiben fertig bin. Ich bin gespannt, ob die paar Angler von uns, die noch einmal raus sind auch noch etwas gefangen haben. Nun werden die Bilder noch aufbereitet und dann ist auch dieser Bericht zu Ende. Mal sehen, was Morgen bringt.

Die lange Tour…

Der Morgen begann mit den gleichen Begegnungen, wie der Abend zuvor endete. Die Knotts waren wieder da. Als der Wind aufkam, verschwanden sie nach und nach. Ungefähr in gleichen Maßen, wie die Jugendlichen erschienen. Die Tonnen brauchten wir als Sitze für das Frühstück, deshalb musste das Massenlager auf dem Tanzboden und die Zelte ausgeräumt werden. Nach den Gedanken zum Tag, Ansagen und Frühstück wurden die Boote zu Wasser gelassen und losgepaddelt. Es ging den Flussverlauf entlang und nach der Hälfte der Tagesstrecke machten wir eine Pause. Nach der Stärkung ging es weiter. Die Angler fingen nichts auf der Tour. Als wir auf den See kamen, frischte der Rückenwind auf. Und mit dem Wind kam auch die Idee eines Segels auf. Das wurde umgesetzt. Und so ließen wir uns als Verbund vom Wind über den See treiben. Das hob die Stimmung. Der Rest der Strecke wurde mit Paddelkraft zum Biwak hinter uns gebracht.
Frank erwartet uns schon. Quartier wurde gemacht und das große Kochen begann. Gnocchiauflauf gab es aus dem Dutchoven. Inzwischen fing Magnus einen 71cm Hecht. Später fand auch noch ein Barsch den Weg an den Fabians Haken.
An dem Biwak trafen wir auch wieder ein paar andere Paddler, die wir schon zuvor getroffen hatten. So klingt jetzt auch dieser Tag aus. Bevor ich die Tasten auf der Tastatur nicht mehr erkenne, beende ich den Bericht und wünsche eine gute Nacht.

Endlich auf dem Wasser…

Nach einer sehr kühlen und für die meisten ruhigen Nacht begann das Leben in unserem Camp kurz nach sieben. Parallel wurde das Frühstück und die Abfahrt vorbereitet. Die Tonnen für die Boot wurden gepackt und die Zelte abgebaut. Der ein oder die andere fragte sich, wie der Raum der Tonne und das, was mitgenommen werden sollte übereingebracht werden könnte. Die Isomatten und Zelte blieben in der Regel draußen. Nache ein paar Gedanken zum Tage wurde gefrühstückt. Das Angebot war reichhaltig und wurde durch doppelgebratene Spiegeleier, die Frank uns briet, aufgewertet. Dann wurde alles auf die Boote geladen und es ging los. Nach Möglichkeit wurden Teams aus erfahrenen und unerfahrenen Paddlern gebildet. So ging alles recht glatt vonstatten. Nun kamen die Angeln zum Einsatz. Es wurden Wurzel und Bäume gefangen. Nach dreiviertel der Strecke sollte eine Pause gemacht werden. So wurde ein Anlegeplatz gesucht und auch gefunden. Gerade als wir die Pause beenden wollten, die ersten waren schon auf dem Wasser, begann es dann zu regen. Schnell gingen alle wieder an Land. Und das war gut so, denn es gesellte sich Blitz, Donner und Hagel hinzu, was wir in einer Schutzhütte dann aber gut aushalten konnten. Als der Regen nachließ und das Gewitter sich verzog, stachen wir erneut in See. Doch leider frischte der Regen auf und wir bekamen eine tüchtige Dusche. Nass und kalt kamen wir an unserem Biwak an. Während die Paddler mit den Booten kämpften, kämpfte Frank mit dem Küchenzelt. Zu Glück durften wir auf den überdachten Tanzboden. Dort wurden gleich Isomatten und Schlafsäcke ausgepackt, trocken Klamotten angezogen und sich gemütlich eingerichtet. Tortellini mit Käsesoße wurde zu bereitet. Die Zwischenzeit nutzten die Angler, um den Bann zu brechen. Sie beförderten einen kleinen Hecht auf die Speisekarte. Nach dem gemeinsamen Abendessen versuchten es die Angler erneut ihr Glück, doch diesmal vergeblich. Andere gingen Baden und stellten erfreut fest, dass das Wasser doch erstaunlich warm war. Nun kamen aber die Kriebelmücken, oder wie sie auf Schwedisch richtig heißen: Knotts, richtig in Schwung. Mir versetzen sie einen Satz heiße Ohren. Manche entschieden deshalb doch lieber ein Zelt aufzubauen und nicht auf dem Tanzboden zu übernachten. Im Moment ist dort auch noch reges Leben. Ich werde meine „Wunden“ lecken und mich mit einer tüchtigen Mütze Schlaf nehmen und mich so für den morgigen Tag rüsten, der mit der Längsten Strecke der Tour auf uns wartet. Soweit von mir und eine gute Nacht.

Morgenstund hat Gold im Mund

So heißt es. Aber in einem bekannten Lied geht es weiter mit: …doch damit siehst Du auch nicht besser aus.. Unsere Morgenstunde begann um 4.30 Uhr aufstehen, zusammenpacken und dann Treffen mit allen bei der Information. 5.10 Uhr war da angesetzt. Klappte auch prima. Der Adrenalinspiegel hatte sich von der Aufregung des gestrigen Tages wieder auf ein Normalmaß gesenkt. Wir gingen zu den Autos und fuhren vom Schiff. Die schwedischen Grenzbehörden wollten von uns nichts und so trafen wir uns zum Frühstück an einem Autohof. ie Würsten, die es gestern nicht gab, wurden warmgemacht und natürlich auch Kaffee gekocht. Brot, Käse und Wurst, wie auch Obst gab es. Allerdings waren alle noch sehr müde. Bei der Weiterfahrt konnte man auch immer wieder geschlossene Augen sehen. Das legt auch die Vermutung nahe, dass der ein oder die andere den Schlafmangel ausglich.
Scheinbar an endlos langen Waldrändern mit vielen Birken ging es entlang. Nach ein paar Stopps, bei nahezu keinem blieb der Volleyball unberührt, kamen wir in Hällefors an. Wir füllten noch unsere Wasservorräte beim Kanuverleiher auf und dann ging es nach kurzem Aufenthalt zum Startplatz unserer Kanutour. Hier wurden die Zelte aufgebaut und Essen vorbereitet. Es gab Hühnersuppe und Gemüsesuppe dazu noch Salat und Brot. Wir sind aber nicht alleine hier. Kaum da kamen auch die „Knörze“, diese netten kleinen Insekten, die sich an uns gütlich tun. Der meiste Insektenschutz hilft reichlich wenig gegen diese Plagegeister.

Aber allem zum Trotz wurde wieder Ball gespielt und die ersten Angelversuche gemacht. Der größte Fang dabei waren einige Hacken und Blinker. Gebadet wurde auch noch. Der herrliche Sonnenuntergang lockte einige zur Betrachtung, aber die meisten sind jetzt schon in den Zelten verschwunden. Und dahin werde ich mich nun auch verabschieden. Bis morgen.

Erster Reise Tag…mit Gottes Hilfe..

Anders als geplant, begann unserer Abreise nicht mit einer Andacht in der Seligenthaler Kirche, sondern mit dem WM-Gottesdienst in Schmalkalden. Dort empfingen wir auch den Reisesegen. Und wie wichtig die Begleitung durch unseren Chef, wie ich Gott gerne nenne, ist wird sich noch in diesem Bericht zeigen. Zunächst ging es über Floh zurück und über den Berg nach Tambach. Dort ergänzten wir unseren Propangasvorrat. Es lief danach, mit technischen Stopps, gut bis wir auf Höhe von Berlin in einen Stau gerieten. Darauf noch eine Vollsperrung der Autobahn. So kamen wir erst um halb neun im Fährterminal Rostock an. Das bedeutete, dass wir nicht mehr unsere Würstchen warm machen konnten. Aber Brot und Käse tuts auch, in Verstärkung mit Bananen. Auch die Reste des Mitgebrachen leisteten gute Ernährungsdienste. Nun wurden die Pässe und Ausweise eingesammelt. Alle gaben in ab…bis auf einen. „Ich habe doch die Krankenkassekarte…“ Nun hieß es einen Weg finden. Beim Einchecken hieß es: „Nur mit Ausweis!“ Wie denn… Eine sehr freundliche Angestellte der Stena Line verwies uns auf die Bundespolizei. Während der kleine Bus einchecken konnte, wartete der eine große Bus an dem Terminal und Frank heizte zur Bundespolizei. Zehn nach Zehn war die Deadline. Der zweite Bus wurde kurz davor abgefertigt und dann kam kurz nach 22.10 Frank zurück mit einem Ersatzdokument und einem „neuen eigenen Kind“, so jedenfalls nach den Papieren. Das Schiff wartete und nach der Expressabfertigung waren doch alle auf der Fähre, sodass es morgen weitergehen kann. Was tut der Chef den ganzen Tag? Nur fügen!
Morgen geht es übrigens um 5.00 weiter und deshalb ist jetzt Schluss.
Bis morgen. Anton Becker